Bunte Vielfalt in den Messehallen: „Reiselust“ und „Caravan“ helfen bei der Urlaubsplanung

Carthago, Karlsbad, Costa Brava

Bremen - Von Jörg EsserBREMEN · Holland setzt auf Gouda, Oranje und charmante Meisjes, Finnland auf eine rustikale Holzfass-Sauna,

Kuba auf Genuss und künstlerische Impressionen. Und die Wohnmobilhersteller setzen auf Luxus und jede Menge Extras. Die Welt ist eben bunt – und diese Vielfalt spiegeln die „Reiselust“ und „Caravan“ in den Bremer Messehallen wider.

263 Aussteller tummeln sich bei der „Reiselust“ in den Hallen 4 und 5 auf rund 8 500 Quadratmetern. „Wir wollen neugierig machen – auf andere Länder und Regionen“, sagt Messe-Chef Hans Peter Schneider.

Dänemark wirbt mit einem rustikalen Holzhaus für sich als Reiseziel. Die Tschechen rücken den legendären Kurort Karlsbad in den Mittelpunkt. Mit der südamerikanischen Anden-Republik Ecuador, mit Grönland, Island und den Färöer-Inseln präsentieren sich auf der nach Veranstalterangaben „größten Reisemesse im Nordwesten“ ungewöhnliche Ziele. Partnerland der „Reiselust“ ist Spanien, seit Jahrzehnten eines der Lieblingsländer der deutschen Urlauber. Die Iberer werfen vor allem ihre Festlandküsten in den Kampf um die Gunst der Messebesucher – Andalusien mit der Costa del Sol sowie Malaga, Sevilla und Granada und die Costa Brava, die „wilde Ostküste“. „Für uns ist die ,Reiselust‘ ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender“, sagt Horacio Díaz del Barco, Direktor des spanischen Fremdenverkehrsamtes. „Die Leute sammeln hier Ideen für einen individuellen Urlaub“, heißt es am Stand von „Chili-Reisen“. Klassische Pauschalurlauber seien auf der „Reiselust“ eher Mangelware.

Der Übergang von der „Reiselust“ zur „Caravan“ ist in den Messehallen fließend. Und so schlendern die Besucher mit ihren Plastiktüten voller Dänemark-Infos gleich weiter zu den Wohnwagen- und Reisemobilhändler. Die belegen mit Einsteigermodellen wie der „Knutschkugel“ (der T@B von Tabbert), Edelcaravans und „Reisemobilen für den etwas größeren Geldbeutel“ fast 15 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

70 Fachhändler sind vor Ort, der Automobilclub ADAC und der Deutsche Camping-Club (DCC) ergänzen als „ideelle Träger“ mit Infoangeboten und Servicethemen die Messe rund ums mobile Reisen. „Der Trend geht zu mehr Komfort“, sagt Fachjournalistin Martina Wischnewski. Flachbildfernseher und riesige Kühlschränke zählen immer häufiger zur Ausstattung. Mit Lichtkonzepten wird experimentiert. Der „Sternenhimmel“ erobert die Reisemobile. Die Luxusmobile („Carthago“, „Challenger“, „Concorde“) liegen mit diversen Extras preislich schnell zwischen 150 000 und 200 000 Euro. Wer hat, der hat.

· „Reiselust“, „Caravan“ und „Slow-Fisch“ haben heute und morgen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für die drei Messen kostet sieben Euro.

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