„Cap San Diego“ hat Bremerhaven verlassen

„Weißer Schwan“ auf dem Heimweg

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Bei der Probefahrt drehte die „Cap San Diego“ vor Vegesack. Schaulustige verfolgten das maritime Geschehen.

Bremerhaven - Die „Cap San Diego“ hat Bremerhaven am Donnerstagmorgen wieder verlassen und Kurs auf den Heimatliegeplatz im Hamburger Hafen genommen. Zwölf Stunden dauert die Fahrt. „Wir bringen’s nach Hause“, sagte Kapitän Jens Weber.

Nach drei Wochen im Dock in Bremerhaven und aufwendigen Sanierungsarbeiten war der 55 Jahre alte Stückgutfrachter am Mittwoch mit rund 500 Passagieren an Bord zu einer Probefahrt aufgebrochen. Mit einer Geschwindigkeit von gut 13 Knoten fuhr das Museumsschiff bei auflaufendem Wasser auf der Weser, wendete dann am Nachmittag auf Höhe der Moorlosen-Kirche bei Vegesack und schipperte wieder zurück. Laut Weber ist der Törn großartig verlaufen.

Das Hamburger Museumsschiff „Cap San Diego“ war Anfang März in der Bremerhavener Werft „German Dry Docks“ eingetroffen und ist dort repariert und überholt worden. Der 1961 gebaute Frachter ist nach Angaben der Betreibergesellschaft das größte noch fahrtüchtige zivile Museumsschiff der Welt. Damit das so bleibt, muss der „weiße Schwan des Südatlantiks“ alle fünf Jahre zum Schiffs-Tüv. Für die sogenannte Klassenerneuerung durch den Germanischen Lloyd standen zahlreichen Arbeiten an.

Die Kosten dafür belaufen sich auf eine Million Euro. 400000 Euro stammen aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes, den Rest trägt die Stiftung Hamburger Admiralität als Eignerin. Tanks müssen gereinigt und ihre Dicke gemessen werden, Ladegeschirr getestet und in einem Zwischendeck 80 Quadratmeter rostiger Stahl ersetzt werden. „Der Rostfraß ist eine Spätfolge der Ladungen“, sagte Weber.

Die „Cap San Diego“ ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die 1961/62 von der Deutschen Werft AG (Hamburg) für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurde und bis 1981 vor allem nach Südamerika fuhr. Seit 1988 liegt das Schiff an der Hamburger Überseebrücke. Seit Dezember 2003 steht es unter Denkmalschutz.

je/dpa

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