Gespräch mit Darstellerin Judith Beier

Musical „Campingfieber“ feiert im Packhaustheater Premiere

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Camping-Idyll mit Geranien und Feldstecher: Judith Beier im Bühnenbild von „Campingfieber“. Das Musical mit 60er-Hits hat am Donnerstag, 8. Februar, im Packhaustheater im Schnoor Premiere. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Es wird voll im Packhaustheater im Schnoor. Und es geht voll ins pralle Leben. Bei dem Musical „Campingfieber“ (Buch: Christoph Steinau; Idee: Michael Fajgel, Tanja Krauth) stehen sechs Darsteller auf der Bühne – Judith Beier, Olivia-Patrizia Kunze, Ulf Albrecht, Marcus Rudolph, Jochen Simon und David Wehle. Premiere: Donnerstag, 8. Februar, 20 Uhr (Karten: 28 Euro). Zu sechst in die 60er, sozusagen. Denn zu einem Musical gehört Musik. Und die besteht hier aus Hits der 60er.

In der Regie von Oliver Geilhardt („Scharfe Brise“) geht es schnurstracks mitten rein in ein kleinbürgerliches Freizeitidyll jener (und späterer) Tage. Es geht auf den Campingplatz, der in diesem Fall am Oyter See liegt. Seit Jahren schon verbringen Erwin (Marcus Rudolph) und Helga Schlowanz (Judith Beier) ihre Freizeit dort als Dauercamper. Genau wie Erwins Arbeitgeber, Herr Schlummermann (Jochen Simon), der Besitzer des Bettenunternehmens „Schlummerland“.

Dank guter Kontakte zum Platzwart hat Erwin nun endlich die Parzelle neben Schlummermann ergattert und erhofft sich bessere Aussichten auf die Leitung der neuen Filiale. Ein ausgeschlafener Plan, doch statt des Matratzenkönigs zieht der durchgeknallte Junior (David Wehle) nebst Freundin Chrissie (Olivia-Patrizia Kunze) in den Wohnwagen. Und dann taucht auch noch Erwins Konkurrent Titus Hinteregger (Ulf Albrecht) auf.

Mitten im Trubel: Judith Beier, die mit dem „Campingfieber“ ihr Debüt im Norden gibt. In den vergangenen Jahren war sie in etlichen Haupt- und Nebenrollen in Theatern des Rhein-Main-Gebiets zu sehen, das Repertoire reichte von Rollen in Stücken wie „Tratsch im Treppenhaus“ und „Tante Jutta aus Kalkutta“ über den Caliban in Shakespeares „Sturm“ bis hin zur Erzählerin im „Sams“. 2007 gründete die Künstlerin, die eine Schauspiel- und eine Gesangsausbildung absolviert hat, das „Theater im Lädchen“ in Hessen.

„Marktplatz, Schnoor, alles wunderschön“

Nun sitzt Beier, Jahrgang 1966, nicht auf dem Campingplatz, sondern – am Rande der Proben – im Packhaustheater. Und freut sich, in Bremen zu sein. Der Schritt über Hessen hinaus, er passte jetzt gut, denn: „Die Kinder sind nun alt genug dafür.“ Was für die Mutter bedeutet: größere Bühne mit größerer Infrastruktur, mehr Freiheiten, neue Umgebung.

In Bremen hat sie sich auch schon ein bisschen umgesehen: Und überhaupt: „Es heißt ja immer, die Norddeutschen sind ein bisschen muffelig, aber das habe ich überhaupt nicht feststellen können.“

Mit Camping kennt Judith Beier sich ebenfalls aus. „Ich habe tatsächlich Camping gemacht – weil ich Kinder habe.“ Erst im Zelt, später im Wohnwagen, dann mit dem Wohnmobil. „Es ist schön, wenn man gleich in der Natur ist.“ Am Ende kamen auf diese Weise 20 Jahre Campingerfahrung zusammen. „Da kann man die unterschiedlichsten Menschen sehen. Ein besonderes Volk, vor allem die Dauercamper.“

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