Butterkuchen und Hansekoggen

Sonntag steigt „Fockes Fest“ in Schwachhausen

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„Protest und Neuanfang“ – Straßenbahn-Unruhen 1968: Bürgermeisterin Annemarie Mevissen und Studentenbund-Repräsentant Hermann Rademann rufen die Demonstranten zur Besonnenheit auf.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein Museum und ein Stadtteil feiern gemeinsam – im und am Focke-Museum (Schwachhauser Heerstraße 240) ist wieder Zeit für „Fockes Fest“. Termin in diesem Jahr: Sonntag, 3. September, 14 bis 18 Uhr. Wie berichtet, hat das Haus gerade die Ausstellung „Protest und Neuanfang – Bremen nach ‘68“ eröffnet. Und so steht „Fockes Fest“ nun unter einem Motto, das sich mit der Ausstellung verbinden lässt: „Bewegte Zeiten“.

Und so kommen beispielsweise Zeitzeugen auf die Bühne, die den Stadtteil Schwachhausen – der Beirat ist Co-Gastgeber – früher mitgestaltet haben. „Das Themenspektrum der Gespräche reicht vom Umbau des ,Stern‘ bis zur Kinderbetreuung – früher und heute“, heißt es in einer Vorschau. Eintritt: zwei Euro, ermäßigt ein Euro; Familienkarte: drei Euro.

Mitmachstände aus dem Stadtteil laden zu Aktivitäten ein: Kinder können in diesem Jahr kleine Hansekoggen bauen, Schmieden lernen und auch Blumenkränze flechten, Buttons herstellen und Perlenketten gestalten. Zudem werden Kaffee und der bei diesem Fest obligatorische Butterkuchen sowie Eis, Marmelade, Bratwurst und Käse angeboten.

Zum Auftakt spielt um 14 Uhr das Jazz-Trio „Time is Monkey“ von der Oberschule Kurt-Schumacher-Allee: Moritz Schöwing (Klavier), Sarah Vogel (Bass), Christian Ohngemach (Schlagzeug). Zu den Zeitzeugen und Talk-Partnern, die um 14.45 Uhr auftreten, gehören unter anderem die gegenwärtige Museumsdirektorin Dr. Frauke von der Haar, der frühere stellvertretende Direktor Dr. Alfred Löhr, Beiratssprecherin Barbara Schneider, Ortsamtsleiterin Karin Mathes und der frühere Beiratssprecher Bernd Huse.

Um 15.45 Uhr folgt Jazz mit Ignaz Dinné und Jan-Olaf Rodt. Um 16.30 Uhr zeigen Schüler des Gymnasiums Horn musikalische Performances, um 17.15 Uhr steht die Pop-Band „White Star“ auf dem Festprogramm. Als „walking act“ ist einmal mehr Zauber-Clown Penny Penski unterwegs. Im Museum gibt es Kurzführungen durch die neue Ausstellung (15, 16 und 17 Uhr). Die „Wissenswerkstatt Archäologie“ bietet Familienführungen durch den Eichenhof an (15 und 16.30 Uhr). Im Park finden sich neben vielen Ständen auch wieder der Bücherflohmarkt und der „Schnäppchenmarkt“ des Museumsshops.

Tiere als bessere Menschen

„Tiere sind die besseren Menschen“ – eine aus wissenschaftlicher Sicht fraglos fragwürdige, in der Welt der Bücher aber durchaus mögliche Behauptung. „Tiere sind die besseren Menschen“ – das ist der Titel des zweiten Buchs von Peter Sasse. Der Autor geht darin der Frage nach, warum Menschen Tiere schlecht behandeln.

Ausführliche Antworten findet er in gesellschaftspolitischen Aspekten – ohne dabei philosophische und naturwissenschaftliche Betrachtungen zu vergessen. Am Donnerstag, 7. September, stellt der Bremerhavener Gesellschaftsphilosoph sein Buch in der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus) vor. Die „Bremer Buchpremiere“ beginnt um 19 Uhr. Besucher werden gebeten, den Zugang „Am Wall“ zu benutzen. Der Eintritt ist frei, so ein Bibliothekssprecher weiter.

Sasse, 1940 in Castrop-Rauxel geboren, machte zunächst eine Lehre im Maschinenbau und arbeitete nach einer Kurzausbildung als Verwaltungsangestellter im städtischen Dienst. Parallel besuchte er das Abendgymnasium in Dortmund. Danach studierte er an der Hochschule Vechta in Niedersachsen Pädagogik – und parallel dazu Philosophie, Psychologie sowie Alte Geschichte. Später arbeitete er als Lehrer an einer katholischen Privatschule, noch später trat er in den niedersächsischen Schuldienst ein. Mit seinem neuen Buch will Peter Sasse dazu anregen, das menschliche Verhalten gegenüber den Tieren „zu überdenken“, wie es heißt.

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