Werder-Präsident ist Schirmherr

Am Sonnabend „Christopher Street Day“: Buntes Bremen auch im Stadion

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Hubertus Hess-Grunewald und Robert Dadanski präsentieren die Regenbogenflagge im Weserstadion. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. „Im vergangenen Jahr haben wir mit 500 Teilnehmern gerechnet. Es kamen aber 5 500. Dieses Jahr rechnen wir mit eben diesen 5 500“, sagt Robert Martin Dadanski (40), Vorstandsmitglied im Verein „Christopher Street Day Bremen“ und Mitorganisator des „Christopher Street Day Bremen 2018“, der am Sonnabend, 25. August, in der Innenstadt stattfindet. Das Motto: „Der Schlüssel zur Welt ist Vielfalt“.

Er hat einige Gründe anzunehmen, dass es in diesem Jahr mehr Teilnehmer werden, denn es haben sich 40 Gruppen angemeldet, zehn mehr als im vergangenen Jahr, als der „CSD“ nach langer Pause wieder nach Bremen kam. Die Teilnehmer kommen als Fußgruppen oder haben gleich einen Lastwagen als Präsentations- und Feierplattform gewählt. Mit Laster kommen Teilnehmer von „Gl@d“, dem schwul-lesbischen Mitarbeiter-Netzwerk von Daimler, und „Landlust“, einem Verein mit Sitz in Meppen, der sich in der Region für Schwule und Lesben einsetzt, sowie die Astas der Unis Bremen und Oldenburg sowie der Hochschule Bremen.

Auch die Polizei kommt nicht nur zur Absicherung, sondern auch als Teilnehmer mit einem Regenbogen-Auto. Besonders freut sich Dadanski über die Teilnahme des Völklinger Kreises, eines bundesweiten Netzwerks schwuler Führungskräfte und Selbstständiger.

Los geht es am Sonnabend um 14.30 Uhr Am Wall, Höhe Bischofsnadel. Bereits ab 11 Uhr ist die Straße gesperrt, Gruppen und Lastwagen können sich sammeln. Die Route verläuft an der Stadtbibliothek vorbei in Richtung Domsheide und Rathaus. Dort wird wahrscheinlich vor 15 Uhr ein Halt gemacht. Dann geht es weiter über den Brill bis Radio Bremen und zurück über die AOK-Kreuzung und den Wall in Richtung Viertel. Zwischen Kunsthalle und Goetheplatz endet der bunte Demonstrationsmarsch voraussichtlich gegen 17 Uhr. Dort findet bis etwa 21 Uhr eine Kundgebung statt, zur Hälfte mit politischen Forderungen, zur anderen Hälfte mit Künstlern aus der Szene. Ab 21 Uhr hat der Verein „Christopher Street Day“ das ganze Kulturzentrum Schlachthof (Findorffstraße 51) für eine Abschlussparty mit verschiedenen Floors gebucht.

Viel Stimmung und gewagte Verkleidungen auf dem Bremer „Christopher Street Day“ 2017. 

Besonderes Augenmerk haben die Organisation in diesem Jahr auf die Themen „Behinderte“ und „Barrierefreiheit“ gesetzt. Dafür kooperierten die Vereine „Christopher Street Day Bremen“ und „Selbstbestimmt leben“. „Wir sind die Strecke mit einem Rollstuhlfahrer, einem Blinden und einem Lernbehinderten abgelaufen“, sagt Dadanski. Auf der Homepage des CSD finden sich Tipps zum Umgang mit Barrieren.

Hubertus Hess-Grunewald, Präsident von Werder Bremen, ist Schirmherr der Veranstaltung. Am heutigen Mittwoch ist er ab 18.15 Uhr im Live-Interview unter „https://www.facebook.com/CSDBremen/“ zu sehen.

Die CSD-Demonstration findet parallel zum Saisonauftakt von Werder gegen Hannover 96 im Weserstadion statt. Die Überschneidung ist purer Zufall, für Werder laut CSD Bremen aber auch ein Anlass, an dem Tag vor und im Weserstadion Flagge zu zeigen. Und zwar Regenbogenflagge. Regenbogenflaggen werden als Eckfahnen am Spielfeld und vor dem Stadion zu sehen sein.

1979 hatte der Demonstrationstag der Homosexuellen in Bremen Deutschlandpremiere. Erstmals fand er 1970 in New York statt, als Protest gegen homosexuelle Opfer von Polizeiwillkür.

www.csd-bremen.org

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