Musik-Wettbewerb in Bremen

Mark Forster gewinnt „BuViSoCo“

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Mark Forster gewinnt den Bundesvision Song Contest 2015.

Bremen - Der rheinland-pfälzische Sänger Mark Forster hat in der Nacht zum Sonntag den „Bundesvision Song Contest“ in Bremen gewonnen. Bei dem Musikwettbewerb von Stefan Raab überzeugte er das Publikum mit seinem eingängigen Pop-Song„Bauch und Kopf“.

Der vielleicht letzte „Bundesvision Song Contest“ ist am Samstagabend gelaufen. Einige Musiker nutzten ihn als Forum, um sich für die Lage der Flüchtlinge in Deutschland einzusetzen.

Die Zuschauer der ProSieben-Show, die per Telefon und SMS ihr Lieblingslied wählten, gaben ihm mit großem Abstand die meisten Stimmen. 1,46 Millionen verfolgten die Show. Auf dem zweiten Platz landete die Band Donots, die mit dem Rocksong „Dann ohne mich“ für Nordrhein-Westfalen antraten. Die Gruppe überzeugte mit einer mitreißenden Show und der politischen Botschaft, dass Flüchtlinge in Deutschland willkommen seien. Mit ihrem Lied setzten sie ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. „Kein Mensch ist illegal“, lautet eine Zeile. Der Botschaft schlossen sich auch andere Teilnehmer des Wettbewerbs an. So präsentierte sich die Band um Ferris MC (Hamburg) mit T-Shirts, auf denen „Refugees Welcome“ (Flüchtlinge willkommen) stand.

Der "BuViSoCo" in Bremen in Bildern

Den gleichen Schriftzug las man später auch bei Madsen („Küss mich“), die für Niedersachsen dabei waren, und bei der Siegerband des Vorjahres Revolverheld. Bei dem Wettbewerb traten 16 Bands aus allen Bundesländern gegeneinander an. Darunter waren neben bekannten Musikern auch Newcomer sowie singende Fernsehprominenz wie der Schauspieler Jan Josef Liefers und der Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf. Raab moderierte den Wettbewerb zum elften und letzten Mal, Ende des Jahres will er seine Fernsehkarriere beenden. Ob die Show ohne ihn fortgeführt wird, ist offen. ProSieben will erst im nächsten Jahr über seine Planungen für 2016 informieren.

Die Platzierungen

1. Rheinland-Pfalz:  Mark Forster mit „Bauch und Kopf“.  Der 31 Jahre alte Sänger und Songwriter war Coach von „The Voice Kids“ und holte 2014 mit seiner Single „Au Revoir“ doppelt Platin.

2. Nordrhein-Westfalen: Donots  mit „Dann ohne mich“.  Die Band macht seit den frühen Neunzigern Alternative-Rock und Punk-Rock. Anfang 2015 erschien das erste deutschsprachige Album.

3. Thüringen: Yvonne Catterfeld  mit „Lieber so“.  Die 35-Jährige spielte in der RTL-Serie „Gute Zeiten - Schlechte Zeiten“ und veröffentlichte sechs Studioalben.

4. Niedersachsen: Madsen  mit „Küss mich“.  Die Indie-Rocker holten 2008 den vierten Platz beim „Bundesvision Song Contest“. Zur Band gehören Niko Maurer und die Brüder Johannes, Sebastian und Sascha Madsen.

4. Sachsen: Radio Doria  mit „Sehnsucht Nr. 7“. Schauspieler Jan Josef Liefers (51) ist Sänger der Popband. Der gebürtige Sachse ist durch seine Rolle als Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne im Münsteraner „Tatort“ bekannt. Das Lied sei in einem Hotelzimmer mit der Nummer 7 entstanden, erklärte die Band auf ProSieben.

6. Baden-Württemberg: Glasperlenspiel mit „Geiles Leben“.  Die beiden Bandmitglieder Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg nahmen zum zweiten Mal am Wettbewerb teil. 2011 wurden sie Vierter.

7. Hessen: Namika mit „Hellwach“.  Die gebürtige Frankfurterin hat gerade ihr Debütalbum „Nador“ veröffentlicht. In dem Hip-Hop-Song „Hellwach“ beschreibt sie, wie es ist, das Leben und sich selbst zu feiern.

8. Brandenburg: Ewig mit „Ein Geschenk“. Die Popsängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann (35) trat mit ihrem Mann Jörg Weißelberg und Christian Bömkes auf. Ihre Pop-Ballade nennen sie eine Art persönliche, emotionale Danksagung.

9. Bremen: Gloria mit „Geister“.  Der TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf (31) und Mark Tavassol, der früher bei der Band Wir sind Helden war, starteten das Projekt Titelverteidigung für das Land Bremen.

10. Schleswig-Holstein: Jeden Tag Silvester mit „Dein Glück“. Die Männer machen Pop-Musik bezeichnen sich als „verkopfte Band“.

11. Berlin: Lary mit „Bedtime Blues“. Die 28 Jahre alte Sängerin nennt ihre Musik „Future Deutsche Welle“. Ihr Zuhause Berlin bedeutet ihr viel, sie wollte die Stadt würdig vertreten.

12. Saarland: PerDu mit „Lange nicht getanzt“. Die fünfköpfige Band macht ProSieben zufolge „Popmusik irgendwo zwischen Bosse und Jupiter Jones“.

13. Hamburg: Ferris MC mit „Monstertruck“. Der 41-Jährige ist seit den frühen Neunzigern in der deutschen Hip-Hop-Szene aktiv. Er gehört zur Band Deichkind. Die Platzierung sei ihm nicht so wichtig, sagte er ProSieben zufolge im Vorfeld. „Ich sehe meine Chance darin, viele Menschen auf einmal zu rocken!“

14. Sachsen-Anhalt: 3Viertelelf mit „Mona Lisa“. Die Band um Sängerin Angela Maria Peltner macht Elektro-Pop. Ihren Song bezeichnen die Musikar als Ode an das Leben und die Träume.

15. Mecklenburg-Vorpommern: Buddy Buxbaum mit „Termin im Park“.  Bartosch Jeznach gehörte bis 2008 zur Band Deichkind.

16. Bayern: Wunderkynd mit „Hallo Hallo“.  Der Hip-Hop-Künstler Olli Banjo startete mit seinem Rock-Projekt Wunderkynd. Durch die Teilnahme beim Wettbewerb wolle er seine Traumfrau finden und unter die ersten Zehn kommen, sagte er im Vorfeld. dpa

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