Hilfe für Schüler

Vorreiterrolle für Bremen beim digitalen Lernen

Bremen - Beim digitalen Lernen nimmt das Bundesland Bremen eine Vorreiterrolle ein - das bestätigte im Vorjahr die Studie "Schule digital" der Deutsche Telekom Stiftung.

Der Stadtstaat habe früh die Bedeutung guten Unterrichts mit digitalen Medien erkannt, sagte am Mittwoch die Sprecherin des Bremer Bildungsressorts, Annette Kemp. "Digitale Medien werden in allen Schulformen und -stufen eingesetzt", für alle staatlichen Schulen sei eine Lernplattform eingeführt worden. "Digitalisierung kann helfen, die individuelle Förderung und das Lernen in einem individuellen Tempo zu unterstützen."

Software ermöglicht eigenes Tempo

So ermöglicht etwa eine Mathe-Software, dass Bremer Kinder Aufgaben am Computer im eigenen Tempo lösen können. Hilfreich seien auch erklärende Videos, die je nach Bedarf aufgerufen werden können. Digitalisierung vereinfache zudem den Austausch der Schüler untereinander. Und Lehrer können durch digitale Lerneinheiten schnell und unmittelbar ein Feedback für alle Schüler geben.

Wichtig sei allerdings eine entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrer, sagte Kemp. "In Schulungen und Nutzerveranstaltungen wird veranschaulicht, welche Möglichkeiten für die eigene Unterrichtsgestaltung, die Kommunikation im Kollegium und auch die Hausaufgabengestaltung bestehen. Lernen in der digitalen Welt sei "mehr als der bloße Umgang mit Tablets und Computern". Kinder und Jugendliche müssten mit dem vernetzten Wissen umgehen können. "Dazu gehört beispielsweise der sichere und auch kritische Umgang mit dem Internet, darin enthaltenen Texten, Videos und Links."

Bremens Bildungssenatorin, die amtierende Kultusminister-Präsidentin Claudia Bogedan (SPD), hält es für sehr wichtig, Schüler auf die digitale Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten. Sie sollten auch "kreativ und sozial verantwortlich mit den Neuen Medien umgehen, sie zur Gestaltung der eigenen Lebenswelt und zur gesellschaftlichen Teilhabe nutzen". Dabei komme es in den Schulen auf einen klugen Mix von Methoden an - und nicht auf Dauer oder Häufigkeit der Nutzung digitaler Medien.

dpa

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