Bummeln ohne Stau

Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“: Zufriedene Veranstalter

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Viel Regen und eine kürzere Adventszeit: Die Veranstalter des Weihnachtsmarktes und des „Schlachte-Zaubers“ sind dennoch zufrieden mit der Saison. Beide Märkte sind am Sonnabend noch bis 21.30 Uhr geöffnet.

Bremen - Von Martin Kowalewski. „Es lief durchschnittlich. Wir haben ein ganz normales Ergebnis“, bilanziert Wolfgang Ahrens, Geschäftsführer beim Schaustellerverband des Landes Bremen, zum Bremer Weihnachtsmarkt, der am Sonnabend zu Ende geht.

Zufrieden zeigen sich auch die „Freibeuter“ vom „Schlachte-Zauber“. Dabei hatten die Märkte in diesem Jahr mit zwei nicht unerheblichen Einschränkungen zu kämpfen. „Wir hatten viele Regentage. Da hat sich der Jahrestrend fortgesetzt. Das ging durch die ganze Saison“, sagt Ahrens. 

„Außerdem war das dieses Jahr die kürzeste Version, weil Heiligabend auf den vierten Advent fällt. Wir haben am 27. November angefangen und hatten nicht einmal vier Wochen.“ Im vergangenen Jahr hatten die Buden fast fünf Wochen geöffnet.

Damit sei klar, dass das „beeindruckende Ergebnis“ der letzten offiziellem Zählung im Jahr 2015 mit 2,9 Millionen Besuchern nicht übertroffen wird. „Das klappt nur mit mehr Öffnungstagen“, sagt Ahrens. 2016 gab es keine Zählung.

Besucherzahlen ziehen Richtung Heiligabend an

Erfahrungsgemäß ziehe die Besucherzahl Richtung Heiligabend immer mehr an. Er geht davon aus, dass am Sonnabend noch einmal viel los sein wird. Auch bei der Bremer Touristik Zentrale (BTZ) hat man tendenziell einen stabilen Besucherandrang beobachtet, wie Sprecherin Maike Bialek bestätigt.

Besonders zufrieden ist Ahrens mit den Auftritten der Gruppe „Stelzen-Art“ an den Freitagen. „Ich wurde oft darauf angesprochen. Es sind sogar Leute aus Hannover angereist, um die Gruppe zu sehen“, so Ahrens. Generell sei die Aufstellung der Betriebe und die Nutzung der Flächen in diesem Jahr optimal gewesen und könne so bleiben. „Im vergangenen Jahr hatten wir noch ein paar Problemecken, etwa an der ehemaligen Baustelle der Bremer Landesbank. Die Ecken sahen einfach etwas komisch aus“, sagt Ahrens. 

Aussteller bemühen sich um Dekoration

Besonders freut ihn, dass sich die Schausteller in diesem Jahr besonders viel Mühe bei der Ausschmückung der Stände gegeben hätten. „Die haben teilweise sogar Verkleidung in Richtung der Nachbarstände angebracht.“ Von Einbrechern sei man, anders als im Vorjahr, weitgehend verschont worden, so Ahrens. „Ein Einbruchsversuch wurde vereitelt, der Täter gefasst. Wir hatten keine Präsenz von Banden“, so Ahrens weiter. Lediglich ein paar Sachen seien beim Aufbau geklaut worden, aber die hätten die Schausteller auch unbeaufsichtigt gelassen.

Die Polizei, die im Verlauf des Weihnachtsmarktes auf eine erhöhte Zahl von Taschendiebstählen hingewiesen hatte, sprach auf Nachfrage unserer Zeitung von einem insgesamt ruhigen Verlauf von Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“.

Zufrieden ist auch der Großmarkt, Veranstalter des „Schlachte-Zaubers“. „Wir hatten nicht weniger Besucher als im Vorjahr“, schätzt Marktmeisterin Franziska Höppe. „Das ist beachtlich, weil wir in 14 Jahren noch nie so viel Regen gehabt haben.“ Positiv sei immerhin, dass der Markt nie habe schließen müssen, im Gegensatz zum Vorjahr, wo eine Schließung wegen Sturm nötig war. Besonders gut sei bei den Besuchern das Musikprogramm angekommen. „Besonders gefreut hat mich, dass wir viele Besucher aus dem Ausland gewinnen konnten, vor allem Niederländer und Dänen“, sagt Höppe.

Freibeuter total zufrieden

Johannes Faget, Ausrichter des „Freibeuter-Dorfes“ auf dem „Schlachte-Zauber“, ist ebenfalls zufrieden. „Obwohl wir am Anfang eine Phase mit schlechtem Wetter hatten, waren wir top besucht“, sagt er. Die etwas geringere Besucherzahl im Vergleich zu den Vorjahren findet er durchaus positiv. „In den Vorjahren war der Platz oft zu eng gefüllt. Jetzt konnten die Besucher in Ruhe bummeln“, betont er. 

Das hänge auch mit der Verlegung der großen Kulturveranstaltung vom Wochenende auf anderen Wochentage zusammen. „Wir hatten Stimmung, auch unter der Woche. Am Wochenende gab es nur ruhige Kultur. Es wurde darum nicht so voll. Es gab keine Besucherstaus“, sagt Faget. Trotz Kürzungen zugunsten von mehr Sicherheit sei ein gutes Kulturangebot zustandegekommen.

Beide Märkte sind am Sonnabend bis 21.30 Uhr geöffnet.

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