Bummeln und feiern am Deich

Sonne zum Auftakt der „Breminale“

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Annika, Sarah, Corinna und Birgit (vl.) bummeln am Mittwochabend direkt nach der Arbeit über die „Breminale“. 

Bremen - Von Elena Zelle. Am Weserufer herrscht wieder fröhlicher Trubel: Die „Breminale“ ist am Mittwochabend gestartet und feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag. Rund um die bunten Zirkuszelte riecht es schon nach allerlei leckerem Essen. Das eine oder andere Bier geht über die Tresen, und natürlich sind auch schon die ersten Beats zu hören. Sogar das Wetter spielt zum Auftakt mit, die Sonne scheint.

„Hoffen wir mal, dass es so bleibt“, sagt Eisverkäuferin Dorota Hepfler und reicht ein mit Schokolade überzogenes Eis über den Tresen.

Etwas essen – und trinken – wollen auch die vier Kolleginnen Annika, Sarah, Corinna und Birgit. Sie sind direkt nach der Arbeit zur „Breminale“ gegangen. Später wollen sie noch zum Konzert von Alice Merton im „Deichgraf“-Zelt. Und den „Bremer Kneipenchor“, der im „Jurte“-Zelt auftreten soll, wollen sie sehen – und hören.

Die Bremerin Celine weiß noch nicht, was dieser und die weiteren Abende bringen werden: Sie arbeitet in einem der Bierstände am Weserufer. Wie lange der geöffnet hat? „Das werden wir heute rausfinden.“

Festival für die ganze Familie 

Auf der „Wohnlichen Wiese“ sitzen am Mittwochabend schon viele Besucher gemütlich auf dem Rasen oder auf den ausgelegten Paletten. Auf der Bühne steht „Breminale“-Dauerbrenner „Flowin Immo“. Neben kleinen Gruppen junger Leute sind an diesem Abend auch viele Familien unterwegs, die bummeln, essen und schauen. Ob wieder wie im vergangenen Jahr rund 200.000 Besucher kommen, hängt auch vom Wetter ab. „Wir hoffen auf ein schönes Festival“, sagte Susanne von Essen vom Veranstalter „Sternkultur“.

Buntes Treiben an der Weser: Ob wieder wie im vergangenen Jahr rund 200 000 Besucher kommen, hängt auch vom Wetter ab. Das Festival am Osterdeich läuft noch bis Sonntag.

Das Programm hat für die kommenden Tage noch einiges zu bieten: Lotte („Auf beiden Beinen“) tritt mit ihrer Mischung aus Rock, Pop und Indie gleich zweimal auf: am Donnerstagabend um 21 Uhr auf der Bühne im „Himmelwärts“-Zelt und am Sonnabend um 19 Uhr im „Deichgraf“-Zelt. Am Sonntag gibt Pohlmann („Wenn jetzt Sommer wär“) um 16.30 Uhr ein Konzert im „Deichgraf“-Zelt. Der Musiker hat inzwischen sein fünftes Album „Weggefährten“ auf dem Markt. Wie zum Auftakt, tritt allabendlich um 18 Uhr „Flowin Immo“ auf der „Wohnlichen Wiese“ auf. Aber auch internationale Künstler wie Rapperin Rebeca Lane aus Guatemala (Freitag, 7. Juli, 23.30 Uhr auf der „Himmelwärts“-Bühne) oder der US-Amerikaner Troy Petty, der am Sonntag, 9. Juli, um 16 Uhr im „Baronesse“-Zelt eine Mischung aus Alternative, Indie und Acoustic zum Besten gibt, sind zu Gast auf dem Festival.

Breminale ist mehr als Musik 

Nicht nur musikalisch wird einiges geboten: Kinder können Lesungen lauschen, klettern, malen im Großformat oder gemeinsam Musik machen. Kulinarisch gibt es die „Dörfliche Wiese“ neu zu entdecken. Dort gibt es regionales Essen aus ökologischer Landwirtschaft – Weserblick inklusive.

Breminale-Start: Bummeln und feiern am Deich

Ebenfalls erstmals mit dabei: der „Breminale“-Bus. Dort gibt es Andenken wie Beutel, Shirts und Pullis sowie das Festivalbändchen für drei Euro, so kann man die Veranstaltung finanziell unterstützen.

Am Sonntagmittag wird auf dem Osterdeich aufgetischt: Der Verein „Sozialökologie“ organisiert für 250 Menschen das „Deichbankett“. Für den Verkehr ist die Straße dann ganztägig gesperrt. An den anderen „Breminale“-Tagen ist der Osterdeich ab 21 Uhr dicht – das Parkhaus Ostertor bleibt laut Veranstalter aber geöffnet.

Weitere Infos zur „Breminale“ und zum genauen Programm gibt es per App oder im Internet.

Breminale: Der Mittwochabend

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