Bummel über das Windjammer-Festival „Sail“ / Geduld ist gefragt

Schönheiten hautnah

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Ein wunderbarer maritimer Blick auf Bremerhaven und die „Sail“ bietet sich den Betrachtern von der Aussichtsplattform auf dem Atlantic-Hotel „Sail-City“.

Bremerhaven - Von Ulf Kaack. In der Seestadt geht es mächtig maritim zu. 300 Windjammer, Dampfschiffe, Oldtimer und Sportboote geben sich noch bis zum kommenden Sonntag auf der „Sail 2015“ ein Stelldichein. Und zu den 4 000 Seeleuten auf den Schiffen gesellen sich Tausende von „Sehleuten“ aus nah und fern, die sich das alle fünf Jahre stattfindende Spektakel nicht entgehen lassen wollen.

Das Filetstück der „Sail“ ist wie gewohnt der Neue Hafen, denn hier liegen die ganz dicken Pötte. Die „Alexander von Humboldt II“ mit ihren neuen, grünen Segeln hat ganz vorn an der Flaniermeile festgemacht. Kein Wunder, ist sie doch das Flaggschiff des Events und als waschechte Bremerhavenerin auch die Gastgeberin für ihre segelnden Artgenossen.

Die meisten Fans hat hingegen unbestritten die „Götheborg“. Der schwedische Dreimaster ist der prachtvolle Nachbau eines gleichnamigen Handelsschiffs, das 1745 auf seiner Heimreise von China kurz vor dem Ziel im Hafen von Göteborg auf Grund lief und sank. Bei allen Großseglern stauen sich die Menschenmassen vor den Gangways. Die Besatzungsmitglieder sind rund um die Uhr damit beschäftigt, die vielen Fachfragen der Landratten zu beantworten. Täglich ist Open Ship der segelnden Schönheiten. Wann bekommt man die mal so hautnah zu sehen?

Einer der Publikumslieblinge ist die „Götheborg“, ein detaillierter Nachbau eines 1745 gesunkenen schwedischen Handelsschiffs.

Ein wenig Geduld ist aber von Gästen und Gastgebern ob des großen Andrangs gefordert. Rund um den Neuen Hafen und auf dem Vorplatz des Deutschen Schiffahrtsmuseums pulsiert das Leben. Auf mehreren Bühnen gibt es Musik für jeden Geschmack – vom Shanty-Chor bis zum DJ, von der Top-40-Band bis zum Schlagerduo. Die kaum enden wollende „Fressmeile“ ist mit kulinarischen Vielfältigkeiten kaum zu übertreffen. Eine Runde mit dem Riesenrad gefällig? Kein Problem! Und wen es aufs Wasser zieht, der bucht einfach einen Kurztörn auf einem der zahlreichen Traditionssegler oder macht eine klassische Hafenrundfahrt.

Ein wenig beschaulicher, aber nicht minder vielfältiger geht es im Fischereihafen zu. Hier sind es vor allem die historischen Dampf- und Motorboote, die ihren maritimen Charme spielen lassen: Mit von der Partie sind unter anderem der frischrestaurierte DGzRS-Seenotkreuzer „Bremen“, das Feuerwehr-„Löschboot1“ und der Dampfeisbrecher „Wal“. Und auch auf der Pier zischen und pfeifen die Dampfmaschinen: Die Kessel von einem guten Dutzend Dampftraktoren und -walzen sind permanent unter Feuer und demonstrieren den Gästen die antiquierte, aber bestens funktionierende Technik.

Und zum Schluss noch ein Tipp für die „Sail“-Besucher fürs Wochenende: Die Verkehrsinformationen im Radio sollten tunlichst ernstgenommen werden. Parkflächen in der City sind schon frühmorgens nicht mehr zu bekommen. Besser also, den Wagen im Fischereihafen abstellen und dann den Park-and-Ride-Service nutzen. Oder am besten gleich mit der Bahn anreisen.

Leinen los für die Sail in Bremerhaven

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