Wettbewerb „Jugend forscht“ bringt spannende Projekte hervor / Nachwuchswissenschaftler entdecken neue Welten

Bürsten, Pasten, Schwingköpfe

Til Raffel (v.l.), Nick Glockow und Lucas Rupprecht vom Gymnasium an der Hamburger Straße haben untersucht, wie sich Schäden an Ufern, verursacht durch Schiffswellen, verringern lassen.

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · Harte oder lieber weiche Borsten, mit Schwingkopf oder lieber die Drei-Ebenen-Bürste? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmeten sich 228 Schüler in 113 Projekten im „Jugend- forscht“-Regionalwettbewerb Bremen-Mitte.

Die ersten Arbeiten der 45.  Wettbewerbsrunde wurden gestern im Universum der Jury und Öffentlichkeit vorgestellt, weitere Projekte folgen heute. In der Altersgruppe „Schüler experimentieren“ wollten es Jonas Naue und Carlo Schulz ganz genau wissen. Wie wirken sich unterschiedliche Bürsten in Verbindung mit Zahnpasten auf die Zähne aus? Klares Ergebnis ihrer Analyse: „Am besten hat die Bürste abgeschnitten, die automatisch auf drei verschiedenen Ebenen putzt und dabei vibriert“, erklärt der zwölfjährige Carlo.

Um die Versuche zu standardisieren, entwickelten die beiden Schüler vom Ökumenischen Gymnasium eigens eine „Zahnputzmaschine“. 50 Mal hin und her ging es damit auf der Zahnoberfläche – jeweils mit ganz verschiedenen Modellen und Pasten. Am schlechtesten schnitt ein Exemplar mit ganz weichen Borsten ab. „Die elastischen Bürsten sorgen für eine schlechte Druckverteilung“, erklärt Forscher Jonas Naue den Besuchern am Stand.

Ob das künstlich angelegte Gewässer in der Hemelinger Marsch eher eine Alibi-Funktion hat oder vielleicht noch intakt ist, wollten die beiden Schülerinnen Nina Borchardt (13) und Marieke Hoehne (12) wissen. Die experimentierfreudigen Forscherinnen stellen ihre Ergebnisse vor: „Die Wasserpflanzen sahen ganz dunkelbraun aus, aber unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass das Wasser nur mäßig belastet ist.“ Zweimal in der Woche haben sie dem Gewässer Proben entnommen, zudem Vertreter der Umweltbehörde und einer Naturschutzorganisation interviewt.

Regionalwettbewerbsleiter Jörg Rieger freut sich über spannende, tolle Projekte und eine überwältigende Anmeldezahl. „Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir bei den Teilnehmern eine Steigerung um 15 Prozent“, ist auch Bernd Becker, Patenbeauftragter und Leiter des Bildungsbereichs im Universum, begeistert. Wer am Ende ausgewählt wird, qualifiziert sich für den Landeswettbewerb im März. „Die Jury war von unserer Arbeit ganz beeindruckt“, zeigen sich Jörn Klassen und Jacob Hetzer optimistisch. Sie haben das alte Messverfahren der „Triangulation“ neu aufgearbeitet und dafür sogar den Fernseh- und Fallturm erklommen.

Weitere Projekte beschäftigten sich mit der Konzeption eines Messbootes für die Erfassung von Wassertemperatur oder PH-Wert in Gewässern sowie der Wellenverringerung durch Schiffe.

Vorgestellt werden die Sieger des Regionalentscheids morgen, am Donnerstag, um 16 Uhr im großen Hörsaal der Universität.

WWW.

jugend-forscht.de

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