AKK warnt vor „falscher Sicherheit“

CDU im Umfragehoch - Parteichefin auf dem Bremer Marktplatz

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Auf dem Bremer Marktplatz: Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrer Rede. 

Bremen – „So‘n bunter Vogel“ wie Carsten Meyer-Heder als CDU-Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl am 26. Mai, da habe es anfangs ja durchaus Skeptiker gegeben. Daran erinnerte die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (gern AKK abgekürzt) am frühen Dienstagabend bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung auf dem Bremer Marktplatz. Um dann anzufügen: „Er ist genau der richtige Kandidat!“

Die jüngste Wahlumfrage bestätigt diese Einschätzung. Im Auftrag der „Bild“-Zeitung hat das Meinungsforschungsinstitut Insa in der Zeit vom 15. bis zum 20. Mai 1000 Menschen befragt. Laut Umfrage baut die CDU ihren Vorsprung vor der SPD aus: 28 Prozent der Befragten votierten für die CDU, 23 Prozent für die SPD. Damit liegt der Unterschied zwischen den beiden Parteien erstmals nicht mehr im sogenannten statistischen Fehlerbereich.

Zahlen, die Kramp-Karrenbauer freuen. Zugleich warnte sie die CDU-Anhänger auf dem Marktplatz aber. Man dürfte sich nicht „von Umfragen ins Bockshorn jagen und in falscher Sicherheit wiegen lassen“. Meyer-Heder sagte, es gehe für seine Partei nun darum, „Wechselstimmung in Wählerstimmen“ umzuwandeln. „Wir dürfen uns nicht auf guten Umfrageergebnissen ausruhen.“ Und: „Ich halte an meinen 30 Prozent plus fest, das muss das Ziel sein.“

Der Spitzenkandidat zählte noch einmal die Kernthemen des CDU-Wahlkampfs auf: Bildung („Wir wollen das Bildungsressort“), Verkehr, Arbeitsplätze. Auch ein bisschen Polemik gegen Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) fehlte nicht. Der Polit-Quereinsteiger und IT-Unternehmer Meyer-Heder: „Sieling hat 34 Jahre hauptberuflich Politik gemacht und hält das für einen Erfahrungsvorsprung. Ich empfehle ihm, nach dem 26. Mai mal einen Schnupperkurs in einem Unternehmen zu machen.“

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Kritik erntete Sieling einmal mehr für seine Ankündigung, auf Rot-Rot-Grün zu setzen und nach der Wahl gar nicht erst mit CDU (und FDP) verhandeln zu wollen. So etwas eine Woche vor der Wahl zu verkünden, das sei „die reine Arroganz“, so Kramp-Karrenbauer.

Humor bewies die Saarländerin bei ihrem Bremer Auftritt auch. So sagte sie: „Es gibt vieles, das Bremen und das Saarland immer verbunden hat – vor allem der Mangel an Geld.“

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