Bürgermeister hilft in Friedehorst

Sieling als Praktikant

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Praxistag in Friedehorst – von links gesehen: Bürgermeister Carsten Sieling, Bewohnerin Kismet Atmaca und Therapeut Uwe Barkemeyer.

Von Thomas Kuzaj. Gesellschaft: 250 geladene Gäste aus Betrieben und Politik, aus Unternehmen und Gewerkschaften, aus den Bereichen Kultur, Bildung und Justiz erwartet die Bremer Arbeitnehmerkammer am Mittwoch, 2. September, zu ihrem „Sommerempfang“ im Universum-„Kubus“. Kammer-Präsident Peter Kruse und Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) werden die Gäste begrüßen, anschließend spricht eine Frau aus Schleswig-Holstein – Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Musikalisch begleitet wird der Abend von Matthias Entrup am Vibraphon. Aber natürlich nicht während der Reden...

Gesellschaft: 250 geladene Gäste aus Betrieben und Politik, aus Unternehmen und Gewerkschaften, aus den Bereichen Kultur, Bildung und Justiz erwartet die Bremer Arbeitnehmerkammer am Mittwoch, 2. September, zu ihrem „Sommerempfang“ im Universum-„Kubus“. Kammer-Präsident Peter Kruse und Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) werden die Gäste begrüßen, anschließend spricht eine Frau aus Schleswig-Holstein – Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Musikalisch begleitet wird der Abend von Matthias Entrup am Vibraphon. Aber natürlich nicht während der Reden...

Engagement: Bürgermeister Sieling war in dieser Woche als Praktikant zu Besuch in der Stiftung Friedehorst – er machte einen Praxistag in Lesum. „Ich habe schon als Bundestagsabgeordneter viele solcher Praxistage gemacht und möchte diese Tradition auch als Bürgermeister unbedingt fortsetzen“, sagte er. „An so einem Tag versuche ich, so viel wie möglich selbst mit anzupacken und bei der alltäglichen Arbeit dabei zu sein.“

In der diakonischen Stiftung machte er auf Einladung des Vorstehers Pastor Michael Schmidt den Auftakt. Sieling arbeitete unter anderem im Altenhilfebereich. Auf eine ehemalige Wachkoma-Patientin traf er bei Therapeut Uwe Barkemeyer. Kismet Atmaca lag nach einer schweren Operation drei Jahre lang in diesem Schwebezustand, bei dem grundlegende Körperfunktionen meist erhalten sind, der Patient aber kaum auf äußere Reize reagieren und seine Muskeln nicht bewegen kann.

Heute, zwei Jahre nach ihrem Erwachen, kann die Bremerin dem Bürgermeister die Hand geben und mit ihm plaudern. „Ich habe mich zurück ins Leben gekämpft“, so die gebürtige Türkin. „Ich habe wieder gelernt zu essen, zu sprechen, meine Hände und Arme zu bewegen – und jetzt will ich wieder laufen lernen.“

Sieling schloss seinen Praxistag in Haus „Mara“ ab. In der auf schwerst-mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche spezialisierten Einrichtung spielte er unter anderem „Uno“ in einer Wohngruppe: „Die Jugendlichen haben mich netterweise in der ersten Runde gewinnen lassen.“ Anschließend ging Sieling mit „Mara“-Kindern auf den frisch renovierten Spielplatz.

Vorsteher Schmidt: „Es ist schön, dass durch diesen Praxistag Begegnungen auf Augenhöhe möglich waren, im ganz normalen Umgang von Mensch zu Mensch.“

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