„Bürgerhilfe“ engagiert sich für Flüchtlinge

Gute Geldwäsche

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Christian Weber am Kaisen-Denkmal.

Von Thomas Kuzaj. Engagement: Geldwäsche in der Bürgerschaft! Parlamentspräsident Christian Weber gab es gestern offen zu. Der Sozialdemokrat sprach im Kastanienwäldchen (Am Wall, Ecke Herdentor), wo das Denkmal für Bremens Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen (SPD, 1887 bis 1979) steht, der gestern vor 128 Jahren geboren wurde.

Engagement: Geldwäsche in der Bürgerschaft! Parlamentspräsident Christian Weber gab es gestern offen zu. Der Sozialdemokrat sprach im Kastanienwäldchen (Am Wall, Ecke Herdentor), wo das Denkmal für Bremens Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen (SPD, 1887 bis 1979) steht, der gestern vor 128 Jahren geboren wurde.

Warum sprach Weber dort? Nun, die „Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe“ (früher: „Volkshilfe“), deren Vorstandsvorsitzender er ist, gibt traditionell an Kaisens Geburtstag bekannt, wie viel Geld ins „Bremer Loch“ gefallen ist. Nein, nein, kein Kalauer zur Haushaltspolitik. Das „Bremer Loch“ ist jene ins Trottoir des Marktplatzes eingelassene Spendensammelbüchse, die die lustigen Stadtmusikanten-Tiergeräusche von sich gibt, wenn jemand eine Münze hineinwirft. All diese Münzen gehen an die „Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe“.

Leider fallen auch Zigarettenkippen und anderer Unrat ins „Bremer Loch“. Also: „Das Geld wird bei uns in der Bürgerschaft gewaschen, bevor die Sparkasse es annimmt“, so Weber. „Wächter“ des „Bremer Lochs“ übrigens ist Manfred Böhnke, der täglich zum Marktplatz geht, um es zu kontrollieren.

Übers Jahr gerechnet – in diesem Fall: von Kaisen-Geburtstag zu Kaisen-Geburtstag – kommen im Durchschnitt 12000 bis 14000 Euro zusammen, manchmal auch mehr, sagte Weber. Und dieses Mal sind es 13000 Euro.

Das Geld geht an das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das damit den sozialen Zusammenhalt in den Stadtteilen stärken möchte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Einbindung von Flüchtlingen, hieß es.

Für Flüchtlinge hat sich die „Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe“ gleich noch etwas ausgedacht: Eine Sommeraktion in Kooperation mit der Reederei „Hal över“, bei der Flüchtlingen „ein Urlaubstag in Bremen“ gespendet werden soll – mit einer Schiffsfahrt auf der Weser „vom Weserwehr bis Vegesack“, so Weber.

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