Bürgerfest mit Experimenten und Vorträgen / Forschungsschiff „Senckenberg“ zu Besuch

Scheinwerfer auf die Wissenschaft

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Drachenboote sind am Sonntag bei der „Maritimen Woche“ auf der Weser unterwegs.

Bremen - Von Jörg Esser. Rückblick: 2005 landen Bremen und Bremerhaven einen Überraschungserfolg. Die Schwesterstädte werden zur ersten „Stadt der Wissenschaft“ in Deutschland gekürt. Seither werde das kleinste Bundesland bundesweit als wichtiges Zentrum der Wissenschaft wahrgenommen, sagt Dr. Klaus Sondergeld, fürs Standortmarketing verantwortlicher Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB). „Die Auszeichnung hat die Scheinwerfer angeknipst.“

Fürs Wochenende organisiert die WFB gemeinsam mit der Einzelhändlervereinigung City-Initiative ein Bürgerfest unter dem Motto „Zehn Jahre ,Stadt der Wissenschaft‘“. Mit im Boot ist Professor Dr. Gerold Wefer vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (Marum), Chef im „Haus der Wissenschaft“ an der Sandstraße, das ebenfalls seit zehn Jahren existiert. Mehr als 20 wissenschaftliche Institute aus dem Land Bremen wollen am Sonnabend, 19. September, und Sonntag, 20. September, jeweils ab 11 Uhr zu Füßen des „Weser-Towers“ am Ende der Schlachte die „Faszination der Forschung“ in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. In Pagodenzelten wird experimentiert. Zudem gibt es auf einer Bühne im Halbstunden-Rhythmus wissenschaftliche Vorträge. Darin geht es unter anderem um „Roboter als Satelliten der Ozeane“ (Sonnabend, 12.30 Uhr), den Metall-Klettverschluss „Fixx-Itt“ (Sonnabend, 14.30 Uhr), um Fische und Muscheln als „archäologisches Klima-Lexikon“ (Sonnabend, 15 Uhr) und um die „Faszination Weltraumforschung“ (Sonntag, 15 Uhr). Schließlich widmet sich der Rechtspsychologe Prof. Dr. Dietmar Heubrock dem Fall der 1831 auf dem Domshof hingerichteten Gesche Gottfried unter der Fragestellung „Welches Urteil hätte die Giftmischerin heute erwartet?“ (Sonntag um 11.30 Uhr). Zudem macht das Forschungsschiff „Senckenberg“ unweit der Stephanibrücke fest.

Das Bürgerfest ist Teil des Abschlusswochenendes der „Maritimen Woche“ an der Schlachte. Zu den Highlights zählen am Freitagabend eine „Lampionfahrt“ von rund 140Sportbooten auf der Weser (Beginn: 19.30 Uhr) mit anschließendem Höhenfeuerwerk (21 Uhr) sowie am Sonnabend die „große Schiffsparade“ (Start: 17Uhr). Auf mehreren Bühnen gibt es Live-Musik. Unter anderem ist Joris („Herz über Kopf“) dabei (20.30Uhr). Am Sonntag steht dann auf der Weser zwischen Wilhelm-Kaisen- und Teerhofbrücke der Drachenboot-Cup auf dem Programm. Los geht’s um 10Uhr.

Die „Maritime Woche“ lässt sich die City-Initiative laut Geschäftsführer Dr.Jan-Peter Halves rund 100000 Euro kosten. Fürs Bürgerfest packt die WFB laut Sondergeld noch einmal 30000 Euro drauf. So werde „ein schönes Gesamtpaket“ geschnürt.

www.maritimewoche.de

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