BSAG stellt Martinshof-Bahn vor

Im Herzender Stadt

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Präsentierten die Martinshof-Bahn: Katrin Weingarten (BSAG-Center-Leiterin Marketing-Vertrieb, v.r.), Hajo Müller, Wilfried Hautop und (in der hinteren Tür) Dae-Cheol Kim, Tracy Otoo und Torben Zimmermann.

Bremen - Domsheide, Hauptbahnhof, das Viertel, die Neustadt oder der Bremer Westen – Tag für Tag sind die Straßenbahnen der Bremer Straßenbahn AG im Herzen der Stadt und ihrer Quartiere unterwegs. Jetzt ist eine von ihnen mit einer besonderen Botschaft unterwegs. Unter dem Motto „Wir wollen auf den Marktplatz und nicht vor die Stadt“ werben die Werkstatt Bremen und die BSAG seit dieser Woche für die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt.

Schon heute sorgen die Mitarbeiter des Martinshofs für saubere Streifenwagen, reinigen die Sitzplätze im Weserstadion und fertigen die bundesweit bekannten Bremer „Senatsprodukte“. Sechs von ihnen werben nun mit ihrem Gesicht für die unterschiedlichen Tätigkeiten im Martinshof, für Qualität, Zuverlässigkeit und Vielfalt.

Der kaufmännische Vorstand der BSAG, Vorstandssprecher Hajo Müller, begrüßt die Zusammenarbeit mit der Werkstatt Bremen. „Die Inklusion und die Integration von Menschen mit Behinderungen ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Viele Martinshof-Mitarbeitende sowie Besucher der Einrichtungen der Werkstatt Bremen nutzen unsere Busse und Bahnen, um zur Arbeit zu kommen oder Freunde zu besuchen. Daher freue ich mich, dass die Werkstatt Bremen durch unsere Straßenbahn künftig die öffentliche Aufmerksamkeit erreicht, die ihre Arbeit verdient.“

Seit mehr als sechs Jahrzehnten kümmert sich der Martinshof als Einrichtung der Werkstatt Bremen um die berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen – und bietet ihnen damit die Chance zur gesellschaftlichen Teilhabe. Derzeit arbeiten insgesamt rund 2300 Beschäftigte an 38 Standorten für die Werkstatt Bremen. Die Mitarbeiter sind heute nicht nur in der Lohnfertigung und Dienstleitung für namhafte Auftraggeber (wie zum Beispiel Mercedes) tätig. Seit 2006 produzieren sie typisch hanseatische Produkte wie beispielsweise die Bremer „Senatskonfitüre“ für das Senatsfrühstück sowie Kaffee, Tee, Stadtmusikanten-Konfitüren, Honig, Kakao, Öle und sogar einen Wein. Verkauft werden die Produkte im eigenen City-Shop in der Innenstadt.

Auch Wilfried Hautop, Geschäftsführer der Werkstatt Bremen, freut sich über die neue Straßenbahn. Er betont: „Unsere Mitarbeiter arbeiten mitten in der Gesellschaft und nicht an deren Rand. Und da gehören sie auch hin. Sie sind zu Recht stolz auf ihre Arbeit.“ Mit der öffentlichen Kampagne auf der Straßenbahn wolle man den Bremer Firmen Mut machen, sich stärker für Inklusion einzusetzen und Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, so Hautop.

sk

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