BSAG und Jobcenter ziehen positive Bilanz bei Integration von Arbeitslosen

Kooperation trägt Früchte

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Die Verantwortlichen des Konzepts um Helmut Westkamp (links), Carsten Sieling (4.v.r.) und Michael Hünig (3.v.r.) stellten die Ergebnisse zur Integration von Langzeitarbeitslosen vor. Für Sieling ist das Projekt eine „Erfolgsgeschichte“.

Bremen - Mehr als 28 000 Bremer suchten im Januar einen Arbeitsplatz, gleichzeitig beklagen Unternehmen immer wieder einen Mangel an Fachkräften. Bei der Veranstaltung „Menschen für Arbeitsplätze qualifizieren und Lücken im Unternehmen schließen“ wurden jetzt Wege aufgezeigt, diesem Trend entgegen-zuwirken.

Auf Einladung von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), des Jobcenters Bremen und der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) diskutierten Geschäftsführer, Vorstände und Personalleitung darüber, wie Unternehmen und Langzeitarbeitslose zusammenfinden können.

Wie die Integration von Langzeitarbeitslosen funktionieren kann, zeigt dabei die BSAG seit 2007 in Kooperation mit dem Jobcenter Bremen, indem sie Arbeitssuchenden eine Chance zur Qualifizierung und zum Wiedereinstieg ins Berufsleben bietet. Dabei setzen die Verantwortlichen auf ein individuelles Ausbildungs- und Betreuungskonzept durch das firmeneigene Fachpersonal. Erklärtes Ziel der Qualifizierung sei es, die Menschen in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Und dass das Konzept durchaus erfolgreich ist, zeigen die Zahlen. Bis heute hätten „viele der rund 200 Teilnehmenden im Anschluss an die Qualifizierungsmaßnahmen einen festen Arbeitsplatz bei der BSAG gefunden“, heißt es beim Unternehmen. Bei der Fahrdienstausbildung seien beispielsweise in zwölf Maßnahmen bisher 71 Frauen und 109 Männer geschult, darunter 98 Menschen mit Migrationshintergrund. Von den 180 Teilnehmern seien bis heute 100 in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, 50 weitere seien befristetet beschäftigt.

Sieling bezeichnete die Kooperation als „Erfolgsgeschichte“. Bei 28 000 Arbeitslosen und gleichzeitig 4 500 offenen Stellen für den vergangenen Monat sei es „unsere Aufgabe, mehr Bremer in Arbeit und Qualifizierung zu bringen“, so Sieling. „Menschen brauchen eine berufliche Perspektive und der Standort Bremen mit seinen zahlreichen Betrieben qualifiziertes Personal“, führte Sieling weiter aus. Die Erfahrungen mit der Integration von Langzeitarbeitslosen und älteren Beschäftigten sei „überwiegend positiv“, bilanzierte auch Michael Hünig, Vorstand der BSAG.

Positiver Nebeneffekt der Schulungsmaßnahmen: Da die Teilnehmer in den Kursen gleichzeitig auch einen Führerschein für Busse (Klasse D) erwerben, könnten sie sich damit auch später bei jedem anderem Verkehrsbetrieb bewerben.

Helmut Westkamp, Geschäftsführer des Jobcenters Bremen, unterstrich die Unterstützung für Unternehmen bei der Suche nach geeignetem Personal. „Die Unternehmen wissen selber am besten, was die Mitarbeiter können müssen. Das Jobcenter hat die Bewerber und kann dafür sorgen, dass sie die notwendige Qualifikation erwerben.“ Dabei spiele es keine Rolle, „ob die Arbeitssuchenden aus Bremen, Frankfurt, Syrien oder aus dem Senegal kommen. Wir grenzen niemanden aus“, sagte Westkamp.

Abschließend appellierte er, auch langzeitarbeitslose Menschen stets zu berücksichtigen. Eine verlässliche Kooperation der Arbeitgeber mit dem Jobcenter sei die Garantie für erfolgreiche Personalrekrutierung, so Westkamp.

ko

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