Fahrgastzahl liegt erneut über der 100-Millionen-Grenze / Verlust über Plan gesenkt

BSAG fährt im Erfolgsgleis

29,2 Millionen Euro hat die BSAG 2009 investiert – vor allem in die Modernisierung der Fahrzeugflotte.

Bremen - BREMEN (je) · Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) bleibt im Gleis: Im Jahr 2009 wurden 100,6 Millionen Fahrgäste und damit 300 000 mehr als ein Jahr zuvor befördert. Der Verlust – jener Betrag, den die Stadt ausgleichen muss – sank um 4,3 auf 52,6 Millionen Euro und lag damit um 100 000 Euro über dem mit der Stadt vertraglich festgezurrten Planziel.

„Aus dem Umdenken wird ein Umsteigen“, sagt BSAG-Chef Georg Drechsler. Und weiter: „Mit Nachhaltigkeit lässt sich Zukunft sichern.“ Die BSAG jedenfalls will auf der Überholspur bleiben, ihre Angebote weiterentwickeln, um dem wachsenden Bedarf an Mobilität und Transport umweltfreundlich und ressourcenschonend zu decken. Klingt gut.

Zurück in den Geschäftsbericht, der vom Aufsichtsrat abgesegnet und jetzt veröffentlicht wurde. Demnach überschritt die Zahl der Fahrgäste im zweiten Jahr hintereinander die 100-Millionen-Grenze. Der eingangs erwähnte Anstieg um 300 000 Fahrgäste entspricht einer minimalen Steigerung von 0,3 Prozent. Vor allem der Kirchentag im Mai 2009 schlug positiv zu Buche: Er sorgte für eine zusätzliche Nachfrage von rund einer Million Fahrgästen.

Die Umsatzerlöse lagen mit 81 Millionen Euro um drei Millionen Euro (3,8 Prozent) höher als im Jahr 2008 und um 0,3 Millionen Euro (0,4 Prozent) über Plan, heißt es weiter. Über Plan lagen im vergangenen Jahr allerdings auch die Personalkosten – um 3,3 Millionen Euro. Insgesamt wurden für die 2 089 Straßenbahner (darunter 103 Azubis) 86,5 Millionen Euro aufgewendet.

Derweil investierte die BSAG 29,2 Millionen Euro, fast 21 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Das Geld floss vor allem in die Modernisierung der Fahrzeugflotte bei Bahnen und Bussen. Zudem wurden die Schienen in der Hastedter Heerstraße, der Violenstraße, im Steintor und auf dem Betriebsgelände am Flughafendamm ausgetauscht.

Und weiter geht’s: Ende April begann mit dem ersten Spatenstich der Ausbau der Straßenbahnlinie 1 nach Mahndorf. Die Neubaustrecke ist 4,8 Kilometer lang und soll Anfang 2013 in Betrieb genommen werden. Das Investitionsvolumen liegt bei 76,8 Millionen Euro, 39 Millionen trägt der Bund.

Für den Spätherbst ist der Spatenstich für die – jahrelang vor allem an der Wümme umstrittene – Verlängerung der Linie 4 bis zum Falkenberger Kreuz in Lilienthal geplant. In den kommenden Jahren sollen dann die Linie  1 und 8 bis nach Mittels huchting und Leeste verlängert werden. Die geplanten Verlängerungen der Linien 2 und 10 bis zum Mercedes-Werk ist vorerst aufs Abstellgleis geschoben worden – wegen Geldmangels.

WWW.

bsag.de

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