BSAG bietet im „Depot“ in Sebaldsbrück einen Rollstuhl-Parcours an

Perspektivwechsel

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Im „Depot“ bietet die BSAG jetzt einen Rollstuhl-Parcours an.

Bremen - Zwischen Ausgrenzung und Teilhabe liegen manchmal nur wenige Zentimeter. Und das im wahrsten Sinne des Wortes – jedenfalls für die rund 1,6 Millionen Rollstuhlfahrer in Deutschland. Denn wo Rampen und Lifte fehlen, werden Stufen und Bordsteinkanten zum schier unüberwindbaren Hindernis.

Um die alltäglichen Hürden für behinderte Menschen eindrücklich zu vermitteln, haben die Bremer Straßenbahn AG (BSAG), der Verein „Freunde der Bremer Straßenbahn“, die AOK Bremen/Bremerhaven, die Hochschule Bremen, der Verein „Selbstbestimmt Leben“ und das Sanitätshaus Martens gemeinsam das Projekt Rollstuhl-Parcours ins Leben gerufen.

Besucher können in der Fahrzeughalle des Bremer Straßenbahnmuseums „Das Depot“, in Sebaldsbrück (Schloßparkstraße 45), in einem Rollstuhl Platz nehmen und an sieben Stationen selbst erleben, vor welchen Herausforderungen Behinderte im Alltag stehen.

Ziel ist es, künftig bis zu 25 Teilnehmer in Gruppen für das Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu sensibilisieren. Begleitet werden sie dabei von Mitgliedern des Vereins „Selbstbestimmt Leben“, den „Freunden der Bremer Straßenbahn“ und Studenten der Hochschule Bremen. Michael Hünig, BSAG-Vorstand für Betrieb und Personal (Arbeitsdirektor) sagte: „Aufgrund der demographischen Entwicklung fahren immer mehr Fahrgäste mit uns, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Das berücksichtigen die Stadt Bremen und die BSAG bereits seit fast 30 Jahren.“ Im Jahr 1988 setzte die BSAG die ersten Niederflurbusse und 1990 die weltweit erste vollständige Niederflurstraßenbahn ein. Heute rollen auf Bremens Schienen und Straßen ausschließlich Niederflur-Fahrzeuge. Sie sind alle mit einem Hublift für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Auch die Haltestellen werden laut Hünig nach und nach umgerüstet. Künftig gehe man direkt in Bus und Bahn rein, steige also nicht mehr ein.

Doch die BSAG setzt nicht allein auf Technik: Seit einigen Jahren bietet das Unternehmen Trainings zum Ein- und Aussteigen für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Rollatoren an. Der neue Rolli-Parcours ergänze das bestehende Angebot und biete allen einen an, sagte Hünig. Ziel sei es, öffentliche Räume noch mehr an die Bedürfnisse mobilitätsbehinderter Menschen anzupassen. Er hofft, dass viele Menschen den Rolli-Parcours nutzen.

gn

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