Elftes „Summer-Sounds“-Festival in der Neustadt

Britpop und „Kinderwiese“

Stadtteilmanagerin Astrid-Verena Dietze mit einem „Deichbremse“-Hocker im „Summer-Sounds“-Look, der sich gut für die hügeligen Wiesen der Neustadtswallanlagen eignet. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ja, das Wetter möge am 13. August bitte so sein wie Mittwochvormittag. Sonne, eine leichte Brise, blauer Himmel. So wünschen es sich die Organisatoren des Musik- und Kulturfestivals „Summer Sounds“, das zum nunmehr elften Mal in den Neustadtswallanlagen gefeiert wird – eben am Sonnabend, 13. August. Und zwar in der Zeit von 15 Uhr am Nachmittag bis 1 Uhr in der Nacht.

„Wir haben eine Verlängerung bekommen“, sagt Stadtteilmanagerin Astrid-Verena Dietze. Sie, ihr Team und allerlei Kooperationspartner – darunter der Martinsclub und die öffentlich geförderten Fahrrad-Lobbyisten von „Bremen bike it“ – freuen sich, dass nun bis nach Mitternach gefeiert werden darf. Im vergangenen Jahr, so Dietze, kamen mehr als 8 000 Besucher zu dem Festival. So viele sollen es auch in diesem Jahr wieder werden – und vielleicht sogar ein paar mehr.

Ein Kernthema des Festivals, der Begriff „Sounds“ (Klänge) im Namen lässt es anklingen, ist die Musik. Live-Musik und DJ-Sets prägen das Festivalprogramm rund um den charakteristischen großen Hügel der Neustadtswallanlagen auf Höhe des Südbads.

Das Fahrrad steht auch beim Festival „Summer Sounds“ im Mittelpunkt – wie fast überall in Bremen. - Foto: Kuzaj

Sieben Bands aus Großbritannien, Frankreich, Luxemburg und Deutschland sollen für Festivalatmosphäre und eben zehn Stunden Live-Musik sorgen. Hinzu kommen DJ-Sets – alles bei freiem Eintritt. Einzelhandel und Gastronomie sind mit von der Partie, die Neustädter Wirtschaft präsentiert sich auf dem Festivalareal. Die Lothar-Kannenberg-Akademie bietet mit jungen Flüchtlingen einen Siebdruck-Stand an. Zudem werden die „Summer Sounds“ erneut mit dem „Kinder- und Jugendaktionstag“ des Amts für Soziale Dienste verbunden – in der Zeit von 15 bis 19 Uhr stehen etliche Mitmachaktionen für junge Festivalbesucher auf dem Programm. Es gibt eine „Kinderwiese“.

Um das Live-Musik-Programm hat sich derweil einmal mehr das „Gastfeld“ gekümmert. Chrissie Loock von „Bremen Vier“ moderiert das Programm auf der „Hügelbühne“. Um 16 Uhr spielen dort beispielsweise die Indie-Musiker von „You Silence, I Bird“ aus Braunschweig. Um 17.20 Uhr, so die Planung, folgen „The Dead Lovers“ (mit Mitgliedern aus Manchester, Berlin und Luxemburg), deren zweites Psychedelic- und Bluesrock-Album am Tag vor dem „Summer-Sounds“-Festival erscheint.

Aus Luxemburg kommen die Pop-Rocker „Tuys“, die um 18.40 Uhr auf dem Festival-Plan stehen. Um 20 Uhr folgt ein Auftritt der französischen Elektropop-Band „Kid North“, die jüngst ihr zweites Album vorgelegt haben und zum ersten Mal live in Bremen spielen.

Um 21.20 Uhr kommt die Indie-Dance-Band „Native People“ aus Folkestone in Kent – der Bremer Auftritt ist die Deutschland-Premiere der Briten. „Hanseatischen Britpop“ wiederum will das Hamburger Quartett „Granada“ ab 22.40 Uhr präsentieren.

Um Mitternacht schließlich stehen die Indie-Rocker „Xockha“ auf dem Programm, die von der Isle of Wight stammen, von der BBC als große Hoffnung gefeiert werden und mit ihrem Auftritt beim Festival „Summer Sounds“ in der Bremer Neustadt zum ersten Mal überhaupt auf dem Kontinent spielen. Und das trotz Brexit.

www.summersounds.de

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