24 Anzeigen von Frauen

Breminale: Noch mehr Anzeigen wegen sexueller Belästigung

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24 Verdachtsfälle von sexueller Belästigung wurden nach der Breminale inzwischen bei der Polizei angezeigt. Insgesamt blieb das Open Air Festival laut Polizei aber ruhig.

Bremen - Die Zahl der Fälle von sexuellen Belästigungen beim mehrtägigen Open-Air-Festival Breminale ist deutlich gestiegen. Inzwischen ermittelt die Polizei in 24 Verdachtsfällen. Fünf Tatverdächtige wurden ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin.

Es handele sich bei allen um Asylbewerber aus Afghanistan im Alter von 17 und 18 Jahren. Zu den sexuellen Übergriffen bei der Breminale soll es unter anderem während des Konzerts einer Ravepunkband gekommen sein. Die Musiker hätten daraufhin ihr Konzert unterbrochen und die mutmaßlichen Täter aufgefordert, den Ort zu verlassen. 

Das ARD-Magazin „Report Mainz“ berichtet am Mittwochabend (21.45 Uhr, ARD) über die Vorfälle und zitierte dabei zwei 17 und 18 Jahre alte Besucherinnen eines Konzerts bei der Breminale. Diese schilderten, dass sie an Po, Brust und auch am Schritt angefasst worden seien. 

Die Mädchen hätten noch während des Konzerts am 15. Juli die Polizei alarmiert, die den mutmaßlichen Hauptakteur und weitere drei Verdächtige ermitteln und stellen konnte. Bisher erstatteten 24 Frauen Anzeige. 

Der Leiter des Fachkommissariats für Sexualdelikte beim Landeskriminalamt Bremen, Harald Lührs, sagte „Report Mainz“: „Dass es auf einem Fest so massiv zu Übergriffen gekommen ist, das haben wir in Bremen noch nicht gehabt. Dass Gruppen Frauen gezielt umzingeln, um sie dann zu berühren, das gab es bislang in dieser Größenordnung noch nicht. Das ist eine neue Problematik, mit der die Polizei entsprechend umgehen muss.“ 

Der Psychologe und Islamexperte Ahmad Mansour sagte zu „Report Mainz“, er kenne dieses Phänomen aus arabischen Ländern. Er führte dies auf dortige Erziehungsmethoden und patriarchalische Strukturen zurück. Auch in Deutschland könne es immer wieder zu solchen Übergriffen kommen. Er forderte Konzepte, um potenziellen Tätern Werte zu vermitteln.

Die Polizei sucht weiter Zeugen für Übergriffe und mögliche Opfer. Hinweise an 04 21/362-38 88.

dpa/epd

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