220.000 Besucher 

„Breminale-Eltern“ ziehen positives Fazit 

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Ein Höhepunkt der Breminale: Die Beatles-Tribute-Band „The Fairies“ spielte am Sonntag ein Konzert auf dem Dach der Kunsthalle, ähnlich wie die Beatles, die im Januar 1969 auf dem Dach ihres Bürogebäudes spielten.

Bremen - „Das lief rund!“ - so lautet das erste Fazit der Breminale-Veranstalter am Sonntagnachmittag. 

Sie seien zufrieden mit ihrem „Baby“, heißt es in einer Pressemitteilung. In diesem Fall heißt das Kind „Breminale“ und ist in diesem Jahr dreißig geworden. Die aktuellen „Erziehungsberechtigten“ Max Maurer und Susanne von Essen genossen mit geschätzten 220.000 Besuchern das so vielfältig wie nie aufgestellte Programm auf den Osterdeichwiesen und hinter der Kunsthalle.

In der dritten Dekade des internationalen Kulturfestes hat sich die Himmlische Wiese als Areal der entspannteren Klänge etabliert, ebenso die Nachwuchsbühnen wie der Tanzboden als Gastgeber von Bremen NEXT oder die Dreimeterbretter für die freie Szene Bremens. 

„Damit bieten wir der nächsten Generation ihre Ankerplätze auf der Breminale an“, sagt die künstlerische Leiterin Susanne von Essen. Ebenfalls bewährt haben sich die Schritte in die digitale Welt. Durch das freie W-Lan der Bremer Freifunker können sich die Leute per App auf dem gesamten Gelände orientieren.

Friedliche Stimmung 

Erleichtert ist Organisator Max Maurer: Nachdem im Vorfeld in enger Absprache mit den zuständigen Behörden weiteran den richtigen Maßnahmen gearbeitet wurde, zieht er sein Resümee: „Keine gravierenden Vorfälle, die Stimmung ist friedlich.“ Angesichts der stets freundlich-präsenten Bremer Polizisten auf dem Festival wurde häufig der Vergleich zu Hamburg gezogen. „So geht‘s doch auch“, sagten viele Besucher. 

Mit Sonnenschein endete die Breminale am Sonntag. 

Auch die für ihre Konzerte aus Hamburg angereisten Musiker atmeten auf, berichten die Breminale-Macher: „Hier bei euch ist das so schön“, sagte etwa der vom Motto „G20-Welcome to Hell“ zum bremischen „Himmelwärts“ betitelten Zelt unter Bäumen gereiste Bassist Ben Schadow. Diese Bäume strahlten in buntesten Farben auf. Dieses besondere Flair nutzte auch das französische Künstlerkollektiv Toto Black für ihre Roller Disco, die schnell zum Publikumsmagneten für Jung und Alt avancierte.

Bändchen heiß begehrt 

Handgelenke ohne Breminale-Bändchen musste man dieser Tage suchen. Viele Unterstützer wollten kaufen, sodass der neue Breminale Bus die Verkaufsklappen manchmal gar nicht schnell genug öffnen konnte, heißt es in der Mitteilung. Auch dank der Erlöse wird es weitergehen: Vom 25. -29. Juli 2018 können weitere Breminale-Quadratmeter symbolisch erworben werden.

Auch Polizei zufrieden 

Auch aus Sicht der Bremer Polizei fällt die vorläufige Bilanz für die Breminale 2017 positiv aus, berichtet ein Sprecher. Diese erfreuliche Feststellung trafen die eingesetzten Kräfte nach vier Tagen Breminale. Insgesamt verlief die Kulturveranstaltung bis Sonntag in einer friedlichen Atmosphäre. 

Auch die Polizei ist zufrieden mit dem Verlauf der Breminale. 

Außer bei einigen Begebenheiten, die häufig vorfallen, wenn eine große Anzahl von Menschen gemeinsam feiern, musste die Polizei nicht einschreiten. Die Beamten stellten fest, dass sie mit dem aktuellen Sicherheitskonzept erfolgreich war. Und das trotz der personellen Unterstützung der Hamburger Polizei zum G20-Gipfel. 

Durch das Umstellen von Dienstplänen und damit verbundene Überstunden konnte jederzeit die vorgesehene Einsatzstärke sowohl auf der Breminale als auch im Stadtgebiet gewährleistet werden. Das und die gute Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen, Künstlern und Standbetreibern trugen zu einer bislang weitgehend friedlichen Breminale bei.

„Breminale“: Buntes Treiben am Osterdeich

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