Caritas

Bremerin engagiert sich mit 57 Jahren als „Bufdi“

Die Architektin Simone Bringmann (57) absolviert einen Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas in Bremen – und unterstützt den Hausmeister.
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Die Architektin Simone Bringmann (57) absolviert einen Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas in Bremen – und unterstützt den Hausmeister.

Bremen – 2011, vor zehn Jahren also, war er eingeführt worden, der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Seither gibt es Menschen, die sich – ganz nach Belieben – als „Bufdis“, „BFDler“ oder „Bundesfreiwillige“ für das Allgemeinwohl engagieren. Im sozialen Bereich zum Beispiel, aber auch im Sport, im Umweltschutz, in der Kultur.

Anlass für die Einführung war unter anderem die Aussetzung der Wehrpflicht – und damit auch des Zivildienstes. Wobei der Bundesfreiwilligendienst sich nicht allein an junge Menschen richtet. Der BFD ist – anders als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) – auch für Erwachsene offen, die älter als 27 Jahre sind.

Die Architektin Simone Bringmann zum Beispiel ist 57. Und sie absolviert gegenwärtig den Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas Bremen, wie Caritas-Sprecherin Simone Lause berichtet. Bringmann war bis Mai für die Deutsche Post tätig, zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn im Bereich Hochbau, Umbauten und Instandhaltung; koordinierend in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen. Nach der Familienphase waren es dann ganz unterschiedliche Felder: Flächenoptimierung, Hausverwaltung, Arbeitsschutz, Paketverfolgung zum Beispiel.

Post-Programm „Engagierter Vorruhestand“

Als Postbeamtin nimmt die 57-Jährige nun am Programm „Engagierter Vorruhestand“ teil: Pension ohne Abschläge nach Verpflichtung zu 1 000 Stunden Ehrenamt – oder eben zu einem Bundesfreiwilligendienst. Simone Bringmann unterstützt Hausmeister Peter Papenhausen im Caritas-Zentrum, im Caritas-Haus St.  Franziskus (in Schwachhausen) und im Bereich „Wohnen mit Service“.

Bei der Mieterin einer Wohnung mit Service eine Glühlampe austauschen, nach dem Tod eines Pflegeheimbewohners das Zimmer streichen, Unkraut zwischen den Pflastersteinen vernichten, damit niemand mit dem Rollator darüber stolpert – Aufgaben wie diese stehen nun auf ihrer Erledigungsliste.

Bringmann schätzt besonders die sozialen Kontakte, die sich in ihrem Dienst ergeben: „Wir kommen zum Beispiel ins Gespräch, wenn ich ein Bild aufhänge – und es ist wirklich ein schönes Gefühl, wie dankbar die Menschen für kleine Hilfen dieser Art sind. Wenn ich die Hecke schneide, freuen sie sich und loben den schönen Garten. Es ist eine ganz andere Art von Erfolg als in meinem bisherigen Berufsleben.“

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