Zweiter Nachwuchs im Zoo am Meer wohlauf und munter

Eisbärbaby krabbelt durch die Wurfhöhle

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Wahrscheinlich Ende Februar wird das Jungtier mit der Mutter die Höhle verlassen, aber diese in der ersten Zeit danach immer noch als Rückzugsort nutzen.

Bremerhaven - Mit Hingabe leckt Mama „Valeska“ den schneeweißen Nachwuchs am ganzen Körper ab. Und das Eisbärbaby räkelt sich in der von der Außenwelt abgeschirmten Wurfhöhle ganz offensichtlich genüsslich.

Denn auch, wenn kein Mensch den zweiten Eisbärnachwuchs in zwei Jahren im Zoo am Meer bisher direkt zu Gesicht bekommen hat, so werden Mama und der kleine Eisbär doch per Kamera Tag und Nacht überwacht. Und das Junge wird so langsam richtig munter, freut sich Zoo-Direktorin Dr. Heike Kück.

„Das Eisbärbaby beginnt zu krabbeln“, sagte sie heute. Im Augenblick stolpere es dabei noch ordentlich. So richtig vorwärts kommt der kleine Eisbär noch nicht, aber er ist wohlauf und munter, wie das Video des Zoos zeigt. Voraussichtlich Ende Februar wird das am 11. Dezember 2015 geborene Jungtier zusammen mit Mutter „Valeska“ die abgeschottete Wurfhöhle verlassen. Und dann werden Heike Kück, Tierarzt Dr. Joachim Schöne und die Pfleger den zweiten Nachwuchs von „Valeska“ und „Lloyd“ erstmals leibhaftig zu Gesicht bekommen – im „Backstage-Bereich“. Seit Mitte November hat kein Pfleger mehr den Stall betreten. Im März wird das Baby erst einmal Wasser kennenlernen. Und auch Stufen und Treppe wollen geübt sein, das wissen Zoobesucher, seit „Lale“, der ersten Nachzucht der Bremerhavener Eisbären nach einer Pause von 41 Jahren. „Lale“ wurde im Dezember 2013 geboren und ist jetzt im Jugendalter. Sie lebt mit anderen Teenager-Eisbären im holländischen Zoo Emmen.

Heike Kück rechnet damit, dass das zweite Eisbärbaby Ende März oder Anfang April auf die Außenanlage darf. Dort wird das tapsige Kerlchen sicher die Besucher verzaubern. Und dann kann auch die Höhle gereinigt werden. „Valeska“ frisst seit November nichts mehr und bedient sich nur einmal täglich an einer Selbsttränke, erzählte Kück. Die Besucher können übrigens das Treiben in der Wurfhöhle am Bildschirm in der Zooschule verfolgen.

Offen ist weiterhin, ob das Eisbärbaby ein Männchen oder Weibchen ist. Erst, wenn „Valeska“ wieder zu fressen beginnt und zu den Tierpflegern kommt, wird sie für zwei Minuten vom Jungtier getrennt. Kück: „In dieser Zeit wird das Geschlecht bestimmt, und die erste Impfung erfolgt.“ Das zweite Jungtier des Traumpaares „Lloyd“ und „Valeska“ gehört dem Zoo am Meer, anders als „Lale“. Sie gehört dem Zoo Rostock, aus dem die Mama stammt. Bis Mitte oder Herbst 2017 bleibt der kleine Eisbär bei seiner Mutter „Valeska“ und wird dann trotzdem an einen anderen Zoo abgegeben, wie Kück sagte. Die Direktorin: „In freier Wildbahn werden die Jungtiere auch eineinhalb bis zwei Jahre von der Mutter geführt und danach ziemlich massiv vertrieben.“ Der Zoo am Meer entscheidet mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Eisbären, wohin das Jungtier dann kommt. Kück: „In Bremerhaven ist immer nur Platz für ein Paar.“ gn

www.zoo-am-meer-bremerhaven.de

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