Verdacht auf Sozialbetrug durch Zuwanderer in Bremerhaven

Bremerhaven - Hunderte Zuwanderer aus Rumänien, Polen und Bulgarien stehen im Verdacht, in Bremerhaven systematischen Sozialbetrug zu begehen.

„Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass Sozialleistungen in Bremerhaven durch organisierten Zuzug in die Stadt in Verbindung mit fingierten Arbeitsverträgen erschlichen werden“, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) am Montag. Die Verträge seien aufgefallen, weil sie sich stark ähnelten. Das Jobcenter gehe davon aus, dass die Arbeitsverhältnisse nur zum Schein bestanden und einzig für den Bezug von Arbeitslosengeld II abgeschlossen wurden. Eingereichte Rechnungen von Selbstständigen hätten ebenfalls einheitlich ausgesehen.

Das Sozialamt und die Agentur für Arbeit kündigten an, verstärkt zu kontrollieren, ob die Betroffenen tatsächlich in Bremerhaven wohnen, in den Firmen gearbeitet haben oder selbstständig waren. Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll seien eingeschaltet, sagte Grantz.

dpa

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