Privates Flüchtlingshilfsschiff bricht Richtung Mittelmeer auf

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Klaus Vogel, Kapitän der MS "Aquarius" steht am Donnerstag in Bremerhaven auf der Brücke. Die Organisation SOS Mediterranee will mit dem früheren Fischereischutzboot auf Rettungsmission ins Mittelmeer fahren. Es kann bis zu 500 Flüchtlinge aufnehmen.

Bremerhaven - Vor dem ersten Rettungseinsatz des privaten Flüchtlingshilfsschiffes „Aquarius“ haben sich rund 200 Menschen in Bremerhaven über die anstehende Mission informiert.

Am Donnerstagabend wollte das Schiff Richtung Mittelmeer ablegen, um dort in Seenot geratene Flüchtlinge an Bord zu nehmen, wie eine Sprecherin des Vereins „SOS Méditerranée“ sagte. Nächster Stopp des Schiffes ist zunächst Marseille, wo Mediziner der Organisation „Ärzte der Welt“ an Bord gehen werden. Sie sollen geschwächte Flüchtlinge erst versorgen.

Auch Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) informierte sich über das durch Spenden finanzierte Projekt. Bremerhaven war der letzte Halt der „Aquarius“ in einem deutschen Hafen. Ende Februar trifft das Schiff auf der italienischen Insel Lampedusa ein, von wo aus die Rettungsfahrten starten. Das 77 Meter lange Schiff ist mit Schnellbooten, Rettungsinsel und einer Krankenstation ausgerüstet. Es kann bis zu 500 Menschen aufnehmen.

Nach Angaben der UN-Hilfsorganisation UNHCR flüchteten im Januar 2016 rund 54 500 Menschen über das Mittelmeer nach Europa, 236 Flüchtlinge starben oder gelten als vermisst. „Die See darf kein Massengrab für Menschen sein“, sagte der Gründer von „SOS Méditerranée“, Klaus Vogel.

dpa

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