Angeschossener Journalist auf dem Weg der Genesung

Bremerhaven - Bei einer Vorführung löst sich aus einer Polizeipistole ein Schuss. Ein Journalist wird getroffen und verletzt. Wie das passieren konnte und warum die Waffe geladen war, ist noch unklar.

Der bei einem Unfall mit einer Dienstwaffe der Bremerhavener Polizei verletzte Journalist ist auf dem Weg der Genesung. Der 44-jährige Reporter der „Nordsee-Zeitung“ sei noch am Dienstagabend operiert worden. Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte die Ortspolizeibehörde Bremerhaven am Mittwoch mit. Es gehe aber auch darum, den Vorfall psychisch zu verarbeiten.

Der Journalist hatte am Dienstag für eine Geschichte über die Ausrüstung der Polizei recherchiert, als sich im Raum der Pressestelle versehentlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe des Modells SigSauer P6 löste. „Die Kugel durchdrang den Oberschenkel des Redakteurs und blieb anschließend im Holz der Zimmertür stecken“, hieß es in der Pressemitteilung.

Zeitpunkt des Unfalls: 10.22 Uhr. Im Fokus der Ermittlungen steht die Frage, weshalb sich der Schuss löste. Auch die Pistole werde dazu genau überprüft. Es sei aber noch unklar, wie es dazu habe kommen können, sagte Frank Schmidt, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei der Polizei Bremerhaven. Normalerweise gehen die Beamten mit einer geladenen, aber gesicherten Waffe in den Dienst. Das P6-Magazin fasst maximal acht Patronen.

Wird die Waffe durch das manuelle Ziehen des Pistolenschlittens geladen, ist eine Patrone im Lauf, sieben verbleiben im Magazin. Wird das Magazin wieder auf acht Patronen aufgefüllt, hat die Waffe maximal neun Schuss. Bei Dienstende werden im Normalfall das Magazin und auch die Patrone im Lauf entnommen. Es wird nun geprüft, warum sich noch eine 9-Millimeter-Patrone im Lauf befand. Die Bremerhavener Polizei rüstet zur Zeit Schritt für Schritt auf das neue Dienstpistolenmodell Walther P99 um.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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