Tropische Garnelen aus Strande bei Kiel

Fachmesse „Fish international“: Bremerhaven guckt nach Island

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Der Fisch steht bei der „Fish international“ im Zentrum der Aufmerksamkeit – der Name deutet es ja an. Die nächste Ausgabe der einzigen deutschen Fisch-Fachmesse dauert von Sonntag bis Dienstag, 25. bis 27. Februar 2018.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Von Aquakultur bis Zucht, von Seafood bis Street Food, von Sushi bis Snack – bei der Messe Bremen dreht sich derzeit vieles um den Fisch. Denn es gilt, eine bundesweit beachtete Fachmesse vorzubereiten – die „Fish international“, die von Sonntag bis Dienstag, 25. bis 27. Februar 2018, dauern wird.

„Hier geht‘s um den deutschen Markt. Wer dort rein will, ist hier gut aufgehoben. Wir sind der Treffpunkt der deutschen Fischwirtschaft, die Messe ist keine reine Produktschau mehr“, so Hans Peter Schneider, Geschäftsführer von Messe Bremen und Stadthalle (ÖVB-Arena). Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie sind wesentliche Zielgruppen der „Fish international“. Sie gilt als Deutschlands einzige Fisch-Fachmesse. Zeitgleich laufen die „Gastro Ivent“ und die Hausmesse der Fleischer-Einkauf AG.

Ein klassisches Messethema sind Trends. Wo geht‘s hin im Jahr 2018? Hartwig Retzlaff, bei der Deutschen See in Bremerhaven als Geschäftsführer für Ein- und Verkauf verantwortlich, nennt für sein Unternehmen zwei Schwerpunktthemen: „Island und Digitalisierung.“

Die Bremerhavener wollen 2018 Island in den Fokus rücken. „Die dortige Fischwirtschaft arbeitet erwiesenermaßen nachhaltig.“ Neben Klassikern wie Kabeljau bekomme man zudem attraktive Arten wie Steinbeißer und Rotbarsch. „Die Isländer züchten inzwischen auch Lachs – den Lieblingsfisch der Deutschen – und sind da sehr fortschrittlich“, so Retzlaff.

Digitalisierungsstrategie wird vorgestellt

Auf der „Fish international“ werde die Deutsche See zudem ihre Digitalisierungsstrategie vorstellen. Ein Teil davon sei der Online-Shop für Verbraucher, den es seit drei Jahren gibt. Wie darüber Fisch beim Verbraucher online funktioniert, wollen die Mitarbeiter am Messestand dem Fachpublikum erläutern. Online-Service für die Branche – ein weiterer Aspekt.

Die Ware von „Förde-Garnelen“ ist ebenfalls online zu haben – Shrimps aus einer kleinen Kreislaufanlage im Fischerei- und Yachthafenort Strande bei Kiel. Ab 2019 soll eine neue und größere Anlage 50 Tonnen liefern – die Testanlage schafft nur fünf Tonnen. „Als betriebswirtschaftlichen Knackpunkt haben wir die Produktionseffizienz ausgemacht“, sagt Firmenchef Dr. Bert Wecker.

Shrimps hätten großen Platzbedarf. Mittels „künstlicher Mangrovenwälder“ in Form von Hochhäusern unter Wasser könne man mehr Tiere im selben Becken halten. Tropische Garnelen aus regionaler Produktion in Deutschland – ein ganz neuer Ansatz.

Grundsätzlich führe an landgestützter Aquakultur kein Weg mehr vorbei, wolle man den Fischbedarf langfristig decken, so der Experte. „Der Ausbau ist bei uns aber schwierig“, sagt Wecker weiter – trotz des 2014 erarbeiteten „Nationalen Strategieplans Aquakultur“ und entsprechender Fördermittel. „Die werden kaum abgerufen, etwa weil die Genehmigungsverfahren so kompliziert sind.“

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