Nach 41 Jahren Pause zweiter Nachwuchs in zwei Jahren

Ein neues Eisbärbaby für den Zoo

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Nur zwei Jahre nach der Geburt von Eisbärin Lale im Bremerhavener Zoo am Meer hat Mutter Valeska erneut Nachwuchs bekommen.

Bremerhaven - Kaum zu glauben: Erst hat es 41 Jahre gedauert, bis im Zoo am Meer in Bremerhaven im Dezember 2013 mit „Lale“ wieder ein Eisbärbaby geboren wurde. Und nun der zweite Wurf innerhalb von zwei Jahren! Am 11. Dezember ist im Zoo Bremerhaven wieder Eisbärennachwuchs zur Welt gekommen.

Mama und Papa sind wie bei „Lale“ die Eisbären „Valeska“ und „Lloyd“. Die Besucher werden noch ein wenig warten müssen, bis sie „Lales“ tierisches Geschwisterchen das erste Mal sehen können. Auch hier geht es der Zoo mit Direktorin Dr. Heike Kück behutsam an. Voraussichtlich im Frühjahr wird sich das Eisbärenjunge erst mal der Öffentlichkeit zeigen. „Die ersten kritischen Tage sind überstanden“, sagte Kück heute. Das Jungtier sei munter, trinke und werde von seiner Mutter liebevoll betreut. Inzwischen wiege es vermutlich 1,5 Kilo und damit doppelt so viel wie bei der Geburt. Nach dem Umzug von „Lale“ im Juni in einen niederländischen Zoo ließen die Tierpfleger im selben Monat Vater „Lloyd“ und Mutter „Valeska“ wieder zusammen. Offenbar mögen sich die beiden. Doch damit eine Eisbärin trächtig wird, musste sie ihr Gewicht erst mal um 120 auf 300 Kilo steigern, sagte Kück. Nur so könne sich das befruchtete Ei einnisten. „Das war eine Herausforderung“, sagte die Zoo-Direktorin.

Dass es mit der Befruchtung und der Einnistung tatsächlich geklappt habe, sei eine Überraschung gewesen. „Wir haben definitiv nicht damit gerechnet“, betonte Kück. In der Regel werde eine Eisbärin erst drei Jahre nach einer Geburt wieder trächtig. Die letzten Tage vor der Niederkunft habe sich „Valeska“ allerdings auffällig in ihre Wurfhöhle zurückgezogen. „Da waren wir guter Dinge“, sagte Kück. Die Geburt wurde auf Video aufgezeichnet. Zu sehen ist diese übrigens auch der Website unserer Zeitung. Auch jetzt werden Mutter und Kind nur per Kameras beobachtet. Erst im Februar 2016 werde es gute Chancen geben, dass „Valeska“ für einige Zeit die Wurfhöhle verlasse und Pfleger und Tierarzt erstmals zum Baby in die Höhle könnten. Dann erst sei es auch möglich, das Geschlecht des Nachwuchses zu bestimmen. Ähnlich lief es auch bei der kleinen „Lale“. Zoo-Besucher werden das Eisbärbaby erst im Frühjahr 2016 zu sehen bekommen. Im März soll zunächst hinter den Kulissen ein Pool aufgebaut werden, damit das Jungtier schwimmen lernt, sagte Kück. So soll es auf seinen Aufenthalt im Gehege vorbereitet werden. Der Name des Tieres werde so wie bei „Lale“ durch einen Wettbewerb ermittelt, kündigte Kück an. gn/dpa

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