Zoo Bremerhaven

Eisbärmädchen verlässt Wurfhöhle

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Das Eisbärmädchen hat erstmals die Wurfhöhle verlassen, sucht aber zumeist noch Schutz bei Mama Valeska.

Bremerhaven - Von Elisabeth Gnuschke. Einfach knuddelig, das kleine Eisbärmädchen im Zoo am Meer in Bremerhaven. Der schneeweiße Nachwuchs (ok, manchmal ganz schön schmutzig) wirkt eher wie ein Stofftier.

Doch im Zoo vergisst natürlich niemand, dass der Eisbär kein Tier zum Spielen ist, sondern einmal ein beeindruckendes Raubtier wird. Doch zur Zeit genießen alle die Phase des süßen Eisbärbabys. Und das ist jetzt zum ersten Mal aus der Wurfhöhle gekrabbelt.

Lange hat das Zooteam darauf gewartet: Das am 11. Dezember 2015 geborene kleine Eisbärenmädchen zeigt sich jetzt draußen auf der Anlage, allerdings abgeschirmt von öffentlichen Blicken, endlich den Pflegern. Die Freude bei Zoo-Direktorin Dr. Heike Kück ist entsprechend groß.

Bisher hatte sich die kleine Eisbärin nicht getraut, über die Abtrennung in der Wurfhöhle nach draußen zu klettern. Daher, so Kück heute, bauten die Eisbärenpfleger Frank Schlepps und Thomas Grunert die Sperre vor ein paar Tagen ab. Kück: „Sofort danach, also am 82. Tag nach der Geburt, lief das Eisbärmädchen dann hinter Mama ,Valeska‘ her, als hätte es nur auf diese Hilfestellung gewartet.“ Die Kleine suchte zwar immer wieder Schutz zwischen Mamas Füßen, kam nach kurzer Zeit aber schon selbstbewusst direkt zu den Pflegern, erzählt Kück. Die ersten Tage war der noch namenlose Eisbär ziemlich wackelig auf den kleinen Beinen unterwegs, mittlerweile läuft er jedoch recht gut alleine, aber meistens im Schutz der Mama, wie es heißt.

Eisbär-Baby ist ein Weibchen

Die kleine Eisbärin spielt, liegt auf Mamas Füßen oder beißt „Valeska“ in die Krallen. Kück: „Alles erinnert schon sehr an Hundewelpen, auch der Kauzwang, wenn die Zähnchen wachsen.“ Mutter „Valeska“ ist laut Direktorin unterdessen ganz entspannt und frisst aus der Hand der Pfleger. „Die köstliche Mayonnaise wird schon mal von Mamas Schnauze probiert. Sobald das Jungtier sich aber in einer Situation unwohl fühlt und schreit, ist ,Valeska‘ sofort da und kontrolliert. Also alles so, wie es sein sollte“, schmunzelt die Direktorin.

Bevor das Eisbärmädchen auf der Außenanlage von den Besuchern bestaunt werden darf, wird es wohl Ende März werden. Es muss erst sicher laufen und auch den ersten Kontakt zum nassen Element im Eisbären-Planschbecken überstehen. Im Zoo freuen sich die Mitarbeiter, dass sich der kleine Wonneproppen so prächtig entwickelt. Für Bremerhaven ist es der zweite Nachwuchs innerhalb von zwei Jahren. Zunächst war nach 41 Jahren Pause im Dezember 2013 „Lale“ geboren worden. Sie lebt jetzt in Holland. Eltern der beiden Eisbären sind „Valeska“ und „Lloyd“.

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