Bautrend

Bremerhaven: Dorf mit „Tiny Houses“ mitten in der Stadt geplant

 In Mehlmeisel im Fichtelgebirge gibt es das erste Tiny House „Dorf“ Deutschlands.
+
In Bremerhaven soll eine Tiny House-Siedlung entstehen. Vorbild ist das Ecovillage in Hannover. Die erste Tiny House-Siedlung (im Bild) in Deutschland gibt es seit 2019 im Fichtelgebirge. (Archivbild)

Tiny Houses liegen voll im Trend, auch aufgrund steigender Mieten und explodierender Baukosten. Jetzt soll mitten in Bremerhaven eine Tiny House-Siedlung entstehen.

Bremerhaven – Eigentlich ist das Thema „Tiny House“ in Bremerhaven gar keins. Bis zum jetzigen Tag habe es noch keinen einzigen Bauantrag in der Kommune gegeben, bestätigt Stadtbaurat Bernd Schomaker (FDP). Doch, dass das Interesse an der Wohnform „Tiny Houses“ steigt, wissen auch die Verantwortlichen in Bremerhaven. Und so will man darauf reagieren und passende Standorte für die Häuser finden.

Stadt im Land Bremen:Bremerhaven
Fläche93,82 Quadratkilometer
Einwohner:1113.557 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0471
Oberbürgermeister:Melf Grantz

„Im Moment prüfen wir, welche städtischen Flächen sich dafür eignen würden“, erklärt der Stadtrat gegenüber norderlesen.de. Angedacht werden könnten etwa Siedlungen im Stadtteil Leherheide oder im Reinkenheider Forst.

Dorf mit „Tiny Houses“ in Bremerhaven geplant: Ecovillage Hannover dient als Vorbild für die Seestadt

Solange bis die Politik da in die Pötte kommt, will aber eine Gruppe engagierter Bremerhavener Bürger nicht warten. Hier plant man gleich eine ganze Siedlung. Funktionieren soll das Ganze nach dem Vorbild des sogenannten Ecovillage in Hannover. Dort entsteht gerade eine solche Siedlung mit 600 Wohneinheiten. Und so hat man sich auch schon einen Namen für das Tiny House-Dorf ausgedacht, das in Bremerhavens Mitte entstehen soll: „Ecovillage Bremerhaven“

Mit von der Partie in Bremerhaven: Jochen Hertrampf, der noch bis zum vergangenen Winter den Kulturladen in Wulsdorf leitete. Hertrampf ist davon überzeugt, dass preiswertes und klimaneutrales Wohnen nicht unbedingt eine Entscheidung zwischen Bequemlichkeit und Gewissen sein muss. „Gemeinschaftliches Wohnen bedeutet automatisch Ressourcen sparen“, verweist er auf das Siedlungskonzept und das Vorbild aus Hannover.

Entstehen sollen in der neuen Siedlung neben Tiny Houses auch Mehrfamilienhäuser aus Holz. Darüber hinaus werden großflächige Gemeinschaftsräume und Grünflächen geplant. Mitinitiatorin und Sozialpädagogin Gaby Gieseking erklärt das Konzept: „Jeder einzelne hat dann zwar weniger private Wohnfläche, aber dafür gibt es viel Platz für die Gemeinschaft.“

Dorf mit „Tiny Houses“ in Bremerhaven geplant: Vortrag und Workshop Anfang November geplant

Erklärt am Beispiel Hannover: Dort gibt es feste Regelungen für die Größe der jeweiligen Behausung, die einem Bewohner zusteht. So bekommen in Hannover etwa Alleinstehende Wohnraum in einer Größe von bis zu 50 Quadratmetern. Jedem weiteren Bewohner stehen noch einmal zehn Quadratmeter extra zu.

Zwar wollen die Bremerhavener schnell Nägel mit Köpfen machen, doch ehe es auf die Zielgerade zur Gründung einer notwendigen Genossenschaft für das Vorhaben geht, will man in der Seestadt die Bewohnerinnen und Bewohner auf das Konzept vorbereiten. So wird es am Freitag und Samstag, 5. und 6. November 2021, Veranstaltungen dazu geben. Zunächst wird im Capitol an der Hafenstraße am Freitag, 5. November 2021, um 18:00 das Konzept des „Ecovillage Bremerhaven“ vorgestellt. Dazu eingeladen werden Experten des Projekts aus Hannover.

Dorf mit „Tiny Houses“ in Bremerhaven: Planungsgebiet Ackmann im Bereich von Buschkämpen im Blick

Weiter geht es dann mit einem Workshop zum Thema „Ecovillage Bremerhaven“, der am Samstag, 6. November 2021, von 10:00 Uhr bis 14:00 in der Wunderwerft an der Hafenstraße stattfindet. Der Besuch des Vortrags am Freitagabend ist ohne Voranmeldung möglich, zum Workshop bitten die Veranstalter die Besucher sich unter ecovillage-bremerhaven@email.de per E-Mail anzumelden.

Und auch bei Stadtbaurat Schomaker von der FDP findet das geplante Projekt Anklang. Zwar befinde man sich noch nicht in konkreten Gesprächen, aber man habe bereits eine Liste mit potenziellen Baugebieten erhalten, so Hertrampf. Nach Wünschen von Schomaker und auch Hertrampf. könnte so unter anderem eine Tiny House-Siedlung im Planungsgebiet Ackmann im Bereich von Buschkämpen enstehen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Meistgelesene Artikel

Hochwasser an der Weser: Sturm spült sieben Dixie-Klos ins Wasser

Hochwasser an der Weser: Sturm spült sieben Dixie-Klos ins Wasser

Hochwasser an der Weser: Sturm spült sieben Dixie-Klos ins Wasser
Schüsse in Bremer Supermarkt: Räuber versetzt Mitarbeiter in Schock

Schüsse in Bremer Supermarkt: Räuber versetzt Mitarbeiter in Schock

Schüsse in Bremer Supermarkt: Räuber versetzt Mitarbeiter in Schock
Ladendiebstahl eskaliert: Jugendlicher attackiert Kaufhaus-Detektiv

Ladendiebstahl eskaliert: Jugendlicher attackiert Kaufhaus-Detektiv

Ladendiebstahl eskaliert: Jugendlicher attackiert Kaufhaus-Detektiv
In Bremen gilt ab Freitag Corona-Warnstufe 1: Was das für den Freimarkt bedeutet

In Bremen gilt ab Freitag Corona-Warnstufe 1: Was das für den Freimarkt bedeutet

In Bremen gilt ab Freitag Corona-Warnstufe 1: Was das für den Freimarkt bedeutet

Kommentare