VR- und AR-Technik in neuer Ausstellung

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum bricht auf in neue Welten

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Alte Schätze im Fokus: Die Zukunft des Museumshafens ist Thema eines Ideenwettbewerb. 

Bremerhaven – Aufbruch in neue Welten: Mit seiner ersten Virtual-Reality-Sonderausstellung betritt das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) ab 18. Mai zukunftsweisendes Terrain – auch für die Wiedereröffnung nach der derzeit noch andauernden Umgestaltungsphase: Gemeinsam mit der Softwareagentur „Playersjourney“ und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) präsentiert das Museum die technischen Möglichkeiten von Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen.

Ein virtueller Schauplatz nimmt die Gäste des Museums dabei mit an Bord des größten deutschen Forschungsschiffes, der „Polarstern“. Dabei erhalten sie unmittelbare Einblicke in ansonsten unzugängliche Bereiche des Schiffes und können sowohl das Bordleben als auch die Forschungsarbeit direkt miterleben. Neben realen Objekten aus der Forschungsschifffahrt spielen in dieser Sonderausstellung ein interaktives 3D-Modell der „Polarstern“ sowie ein 360-Grad-Dreh auf dem Schiff herausragende Rollen. Einzelne Teile der Sonderausstellung gehen im Anschluss in die neukonzipierte Dauerausstellung „Mensch & Meer“ über, die das Museum 2021 eröffnet.

2019 will sich das DSM auch seinen „alten Schätzen“ widmen – unter anderem dem 100. Geburtstag der Bark „Seute Deern“. Anlässlich des Jubiläums dieses denkmalgeschützten Wahrzeichens der Stadt lädt das Haus im Frühsommer zu einem Familienfest im Museumshafen ein. „Zugleich ist der 100. Geburtstag der ,Seuten Deern’ ein guter Anlass, um sich in unserer Stadt über Visionen für die Zukunft der südlichen Havenwelten auszutauschen“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM. 

Denn im Jubiläumsjahr werden auch die Entwürfe von Agenturen präsentiert, die sich an einem derzeit noch laufenden Ideenwettbewerb für zur Weiterentwicklung des Geländes beteiligt haben. „Ich bin sicher, dass diese Entwürfe eine inspirierende Gesprächsbasis bilden, wenn es um die Zukunft dieses besonderen Orts mit seiner großen Bedeutung für ganz Bremerhaven geht“, so Kleingärtner. Mit dem „Port Center“ im Museumshafen soll eine Schnittstelle entstehen, die das Lebens- und Arbeitsfeld Hafen von gestern über heute bis in die Zukunft als globales Phänomen beleuchtet.

Bereits im Januar gewährt eine Onlineausstellung Einblicke in kulturelle und wirtschaftliche Verflechtungen zwischen Nordsee, Atlantik und Mittelmeer. Studenten der Universität Bremen analysierten dafür koloniale Bilder und Texte aus dem 16. und 17. Jahrhundert, erstellten Video- und Audiodateien sowie Interviews und machen damit den Einfluss der damaligen Kolonialbeziehungen auf Kultur und Gesellschaft sichtbar. Welche kulturellen Impulse ergaben sich durch die unterschiedlichen Kontakte? Dies und mehr veranschaulicht die Onlineausstellung unter der Leitung von Prof. Dr. Ruth Schilling, Dr. Natascha Mehler und Niels Hollmeier, Kurator für digitale Medien am DSM.

Freigeschaltet und präsentiert wird die Onlineausstellung „Kolonien und Kulturtransfer in der Frühen Neuzeit“ bei der Eröffnungsfeier am Sonnabend, 26. Januar, um 11 Uhr im DSM. 

jop

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