Bremer Zulieferkette für Ostsee-Windpark

Reetec befeuert Adwens Rotoren

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70 Fünf-Megawatt-Anlagen vom Typ „AD 5-135“ werden für den Windpark „Wikinger“ bei Adwen in Bremerhaven produziert und von Reetec in Bremen befeuert.

Bremen - Weiter geht‘s mit der Windernte auf hoher See. Immer noch entstehen neue Windparks, wobei jetzt auch die Ostsee in den Fokus rückt. Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat in dieser Woche den Baubeginn seines Offshore-Windparks „Wikinger“ vor Rügen gefeiert. Die Iberer investieren nach eigenen Angaben 1,4Milliarden Euro in das Projekt. Geplant sind 70Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 350 Megawatt. Der Park soll nach seiner Fertigstellung Strom für 350000 Haushalte erzeugen.

Die 70 Fünf-Megawatt-Windräder liefert die Firma Adwen, ein Gemeinschaftsunternehmen des französischen Energiekonzerns Areva und des spanischen Windkraftanlagenherstellers Gamesa. Management und Vertrieb von Adwen haben ihren Sitz im Gewerbegebiet Airport am Bremer Flughafen. Die Windenergieanlagen produziert Adwen in Bremerhaven, die Rotorblätter für die Windräder kommen aus Stade.

Und weiter geht‘s in der Zulieferkette: Den Auftrag für die Hinderniskennzeichnung der 70 Offshore-Anlagen erhielt die Bremer Firma Reetec. Windkraftanlagen werden in Deutschland nach den Richtlinien zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen behandelt. Sie müssen ab einer Gesamthöhe von 100 Metern gekennzeichnet werden.

Reetec liefert nach eigenen Angaben Gondelfeuer, Turmbefeuerung und die zugehörige Steuerung sowie Zusatzkomponenten wie die Sichtweitenregelung von Bremen nach Bremerhaven. „Wir freuen uns sehr über den Auftrag“, sagte Reetec-Geschäftsführer Detlef Lindenau. „Mit Reetec haben wir einen kompetenten Partner für die Hinderniskennzeichnungen an unserer Seite“, konterte Adwen-Geschäftsführer Luis Álvarez.

Die Adwen-Windenergieanlage „AD 5-135“ hat einen Rotordurchmesser von 135Metern und eine „überstrichene Rotorkreisfläche“ von 14326 Quadratmetern. Die Nennleistung liegt bei 5,050 Kilowatt. Die Gondel der Anlage wiegt 230 Tonnen, der Rotor 140 Tonnen.

Bis Ende 2017 soll die Errichtung aller 70 Offshore- Anlagen für den Windpark „Wikinger“ abgeschlossen sein, heißt es.

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