Nach „extra 3“-Beitrag

Bremen wehrt sich gegen Spott über Sperrmaßnahme an Stephanibrücke

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Die Rad- und Gehwege auf der Stephanibrücke wurden verengt, um das Bauwerk zu entlasten.

Bremen - Sicherheitsmaßnahmen für eine marode Brücke haben Bremer Behörden Schlagzeilen, Spott und Kopfschütteln eingebracht.

Wegen statischer Bedenken wurde der Rad- und Gehweg der 50 Jahre alten Stephanibrücke mit einem Sperrzaun verkleinert, rund 100.000 Fahrzeuge dürfen aber weiterhin täglich auf sechs Spuren über die Weser fahren. Der NDR hatte darüber in der Sendung „extra 3“ unter dem Titel „Realer Irrsinn“ berichtet und darauf hingewiesen, dass der etwa acht Tonnen schwere Sperrzaun auf dem Geh- und Radweg die Brücke letztlich nur noch schwerer mache.

Die Bremer Behörden wehrten sich am Dienstag gegen die Darstellung. „Von Schildbürgerstreich kann keine Rede sein“, sagte der Sprecher des Amt für Straßen und Verkehr, Martin Stellmann. Und beim Senator für Verkehr sagte Sprecher Jens Tittmann: „Die Vorwürfe sind totaler Quatsch.“ 

Eine teilweise Sperrung der Brücke für Autos und Lkw kam nicht in Frage, weil sonst größere Staus befürchtet worden wären. Um die Belastung zu verringern, wurden aber die Rad- und Gehwege auf beiden Seiten der Brücke von 5,5 auf 2,5 Meter verengt.

Maßnahme sei nötig gegen größere Menschenmassen

So soll verhindert werden, dass sich große Menschenmassen auf der Brücke ansammeln könnten. Aus Behördensicht ist es zwar eher unwahrscheinlich, dass das passiert. „Das ist aber nicht maßgebend“, sagte der Sprecher des Amtes für Straßen und Verkehr. „Für die Entscheidungsträger darf sich die Frage der Wahrscheinlichkeit nicht stellen.“

dpa

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