Impuls für Hemelingen

Bremer Union-Brauerei bekommt zweiten Standort

Blick in eine der Wilkens-Hallen in Hemelingen. Hier soll es in Zukunft Bier, Kaffee und Veranstaltungen geben. Der Senat hat jetzt die Projektentwicklung für das Wilkens-Areal beschlossen. Nun kann die Union-Brauerei hier einen zweiten Standort einrichten.
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Blick in eine der Wilkens-Hallen in Bremen-Hemelingen. Hier soll es in Zukunft Bier, Kaffee und Veranstaltungen geben. Der Senat hat jetzt die Projektentwicklung für das Wilkens-Areal beschlossen. Nun kann die Union-Brauerei hier einen zweiten Standort einrichten.

Bremen – Gerettet! Ein für die Stadtentwicklung bedeutsames Projekt in Hemelingen, das zwischenzeitlich auf der Kippe gestanden hatte, wird nun doch verwirklicht. Die Union-Brauerei kann jetzt ihren geplanten zweiten Standort auf dem Areal der Silbermanufaktur Wilkens & Söhne in Hemelingen eröffnen.

Der Senat hat jetzt die entsprechende Projektentwicklung beschlossen. Die Stadt Bremen hat das Grundstück zudem zunächst gekauft und anschließend – mit Auflagen hinsichtlich Standortnutzung – an die Union-Brauerei verkauft. Zudem hat Bremen sich für den Fall eines Weiterverkaufs ein Vorkaufsrecht gesichert. Der wichtigste Punkt aber ist, dass eine Übernahme der Altlasten-Sanierungskosten für das Grundstück durch die Stadtgemeinde das Projekt gerettet hat. Denn an diesen Kosten drohte es zu scheitern.

Nun aber hat Investor Lüder Kastens, der eigentlich darauf gehofft hatte, schon im Mai mit den Arbeiten beginnen zu können, Planungssicherheit. Im Gegenzug hat Bremen die Gewissheit, dass an diesem Ort etwas Attraktives entsteht, das den Stadtteil voranbringt. Auf dem Projekt ruhen viele Hoffnungen für Bremen-Hemelingen. In einer gemeinsamen Erklärung von Bau- und Wirtschaftsressort heißt es: „Die Anfang des 19. Jahrhunderts gegründete Silbermanufaktur Wilkens & Söhne ist ein wichtiger Baustein bremischer Geschichte. Sie ist heute aber auch bedeutsamer Impulsgeber für die Entwicklung des Stadtteils Hemelingen. Die historischen Gebäude der Silberwarenmanufaktur sind ortsbildprägend und identitätsstiftend.“

Restaurant, Biergarten und Rösterei in Bremen-Hemelingen

Nun kommt die Union-Brauerei mit einem Konzept wie an der Theodorstraße in Walle, sprich: mit allem, was dazugehört. Im Bereich von Hemelinger Bahnhofstraße und Godehardstraße sind Restaurant, Veranstaltungsräume und ein Biergarten geplant. Hinzu kommt auch ein neuer, erweiterter Standort der Union-Kaffeerösterei. Kulturveranstaltungen sind ebenfalls denkbar.

Die historische Silberwarenmanufaktur in Bremen-Hemelingen.

Die Projektentwicklung „sieht ein Nutzungskonzept vor, das das Zentrum Hemelingens beleben und Arbeitsplätze bewahren und etwa 55 neue schaffen soll“, heißt es. Auf dem Wilkens-Areal werden die Union-Unternehmen etwa 3 .000 bis 4 .000 Quadratmeter für Produktion und Gastronomie nutzen. Wilkens bleibt als Mieter auf 4. 000 bis 5. 000 Quadratmetern. Kooperationen sind geplant: erst Kaffeesieren, dann Manufaktur besichtigen.

Impulse für Hemelingen, Besucher aus dem Bremer Umland

Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne): „Mit der Entwicklung des Könecke- und Coca-Cola-Areals sowie der Silbermanufaktur Wilkens & Söhne kann Hemelingen von drei wichtigen städtebaulichen Projekten nachhaltig profitieren. Diese qualitative Innenentwicklung ist ein Vorzeigevorhaben für die wachsende Stadt, mit der gleichzeitig auch die Voraussetzung zur ökologischen Aufwertung und klimaangepassten Weiterentwicklung des zentralen Ortsteils geschaffen werden.“

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke): „Durch das Projekt bekommt der Stadtteil nicht nur einen neuen Gastronomie- und Veranstaltungsort, es entstehen auch Impulse für Kultur im Quartier und die Belebung der Hemelinger Bahnhofstraße. Das ist für Hemelingen enorm wichtig.“ Die Union-Ansiedlung gilt als Schlüsselprojekt für den Stadtteil und für den „zentralen, strukturell beeinträchtigten Bereich Hemelingens“, wie es heißt.

So soll es einmal werden: Entwürfe für die Union-Erlebniswelt in Hemelingen.

„Hemelingen gehört zu den interessantesten Stadtteilen in Bremen und hat ein großes Potenzial für unsere Genuss- und Erlebniswelt“, sagte der Projektentwickler und Architekt Kastens im Frühjahr. „Aber auch für Besucher aus dem Umland und Touristen ist die Anbindung – insbesondere mit öffentlichen Verkehrsmitteln – optimal.“ Stimmt. Bahnhof und Bushaltestelle liegen in in der Nähe. Gäste aus dem Umland – etwa aus Achim – könnten ganz einfach auch per Rad kommen.

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