Dokumentieren und beraten

Bremer Umweltressort benennt Wolfsberaterinnen

Bremen - Das Bremer Umweltressort hat zwei Wolfsberaterinnen für das Land Bremen eingesetzt. Dr. Sonja Herrmann und Annette Siegert sind mit dieser ehrenamtlichen Bestellung berechtigt und verpflichtet, das Umweltressort als Oberste und Untere Naturschutzbehörde sowie den Bremerhavener Magistrat als Untere Naturschutzbehörde bei Wolfssichtungen oder Wolfsrissen zu unterstützen. Das sagte Ressortsprecher Jens Tittmann.

Sie werden demnach Dokumentationen vor Ort vornehmen, sollen Landwirte beraten, falls es zu einem Wolfsriss kommt oder wie Nutztiere gegen Wölfe geschützt werden können. Bei einem Wolfsriss sollen die neuen Wolfsberaterinnen zudem DNA-Proben zur genetischen Untersuchung entnehmen. Dabei kann sicher festgestellt werden, so Tittmann, ob ein Wolf der Verursacher war. Außerdem könne geklärt werden, aus welchem Rudel ein Wolf stammt.

Dr. Sonja Herrmann ist Tierärztin in Odisheim (Landkreis Cuxhaven) und war bis zu dessen Schließung in einem Bremer Schlachthof im Veterinärdienst beschäftigt. Als Spezialistin für Großtiere ist sie im Umgang mit Nutztieren erfahren.

Die diplomierte Geologin Annette Siegert aus Blender ist Mitarbeiterin beim Naturschutzbund Bremen (Nabu) und dort in der Umweltbildung und als Wolfsbotschafterin tätig. Sie beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Thema Wolf.

Die beiden Expertinnen sind ehrenamtlich tätig, betonte Tittmann. Sie erhalten also nur eine Aufwandsentschädigung, wenn sie tätig werden müssen. Perspektivisch will Bremen über vier Wolfsberater verfügen, sagte Tittmann

Für die Meldung von Wolfssichtungen oder -rissen steht Bremern das Wolfstelefon unter der Telefonnummer 0421/361-77900 zur Verfügung. Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Ressorts.

sk

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Pleul

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