SOMMERMOMENTE Sportgarten und Fablab mit Angeboten für Jugendliche

Bremer Technik-Freaks treffen Sportler

Ein Modell der Ansgarikirche aus dem 3D-Drucker ist schon da. Arian Bünnagel will während der einwöchigen „Hightech-Werkstatt“ in Bremen den Kölner Dom drucken und spricht darüber mit Antje Moebus aus dem Vorstand des Fablabs.
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Ein Modell der Ansgarikirche aus dem 3D-Drucker ist schon da. Arian Bünnagel will während der einwöchigen „Hightech-Werkstatt“ in Bremen den Kölner Dom drucken und spricht darüber mit Antje Moebus aus dem Vorstand des Fablabs.

Bremen – 3D-Druck ist angesagt: Tamme (9) aus Bremen möchte einen Pokéball drucken. Mit so einem Ball werden im Spiel Pokémon Go die Pokémon gefangen, erklärt er. Elf Teilnehmer verwirklichen eigene Ideen in der einwöchigen „Hightech-Werkstatt“, Fablab und der Verein Sportgarten arbeiten dabei im Postamt 5 nahe dem Hauptbahnhof zusammen. Deren Angebote zu Sport und Technik sind heute Thema der „Sommermomente“.

Arian Bünnagel (10) aus Bremen hat dagegen ein weitaus größeres Vorbild: Er will ein Modell des Kölner Doms drucken und seinem Vater schenken. „Der kommt aus Köln“, sagt er. Antje Moebus aus dem Vorstand des Fablabs zeigt ihm ein kleines Modell der Ansgarikirche, drei Tage Arbeit für den 3D-Drucker, wie sie sagt. Viel größer wird es wohl nicht gehen. Weitere Fragen sind zu klären, etwa: Inwieweit muss der Kirchturm massiv sein?

Sommermomente: „Hightech“ für Kinder

Die „Hightech-Werkstatt“ lädt Kinder zum Tüfteln und Probieren ein. Die elf Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren haben sich zuvor Gesichtsschilde gebaut, die Corona-Zeit lässt grüßen. In einer Feedback-Runde sind sich die Kinder einig: Es hat ihnen gefallen. Im Laufe der Woche werden sie noch kleine Roboter bauen, die sie dann auch in der Halle laufen lassen können. In einem zweiten Schritt sollen das sogar programmierbare Roboter mit Mikrocontroller sein, sagt Moebus. Auch für Herbst ist eine ähnliche Veranstaltung vorgesehen.

Sommermomente: Verschiedene Szenen zusammenbringen

Der Sportgarten, der Verein Fablab Bremen und auch der Chaos Computer Club nutzen das Fablab gemeinsam. Hier stehen unter anderem 3D-Drucker, Vinylcutter und Lasercutter zur Verfügung – und natürlich der Rat der Kursleiter.

„Wir haben das Postamt wegen des Skater-Platzes erobert“, sagt Hans-Ullrich Barde, Leiter des Sportgartens. Dann sei man auf das Fablab nebenan gestoßen und habe ein Medienlabor aufgebaut. Sport wolle verschiedene gesellschaftliche Szenen zusammenbringen, sagt Barde. Die Zusammenarbeit von Sportgarten und Fablab sorge dafür, dass sich sportliche Kinder auch mal mit Elektronik beschäftigen und die (Technik-)Nerds auch mal mit Sport, sagt Moebus.

Sarah Frede arbeitet sowohl für den Sportgarten als auch für das Fablab. Sie sagt, die Veranstaltungen seien immer für Anfänger geeignet, gleichzeitig werde aber auch Fortgeschrittenen die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln. „Wir bieten Kindern und Jugendlichen ein breites Spektrum an“, betont sie. Darunter seien sowohl Kurse für kleine Kinder als auch für Jugendliche und junge Erwachsene. Medienkurse, etwa zum Filmen, verbinden zum Beispiel Technik und BMX-Sport. Neben Kursen zu Foto, Bildbearbeitung und Film seien auch Datenschutz und Cyberkriminalität Themen. Und auch „Rattenfänger“, die im Netz gefährliche Meinungsmache betrieben, sagt Barde.

Sommermomente: Weitere Kursangebote

Weitere Kursangebote des Sportgartens im Postamt 5, in der Überseestadt und in der Pauliner Marsch: Inline-Kurse (10. bis 14. August, 11 bis 14 Uhr, und 17. bis 21. August, 15 bis 17 Uhr), BMX-Kurs (20. bis 24. August, 11 bis 14 Uhr), Fußballcamp (17. bis 20. August, 9 bis 15 Uhr), Photoshopcamp (10. bis 14. August, 10 bis 14 Uhr), Kamera-Camp (18. bis 20. August, 10 bis 14 Uhr), Outdoor-Camp (10. bis 14. August, 10 bis 15 Uhr). Kosten: 20 bis 25 Euro (mit Verpflegung). Anmeldung unter kontakt@sportgarten.de sowie wochentags unter 0421/75808 (9 bis 11 Uhr). Der Sportgarten in der Pauliner Marsch kann für 2,50 Euro in zweistündigen Slots genutzt werden, bei wenig Betrieb auch für länger. Eine Stunde Trampolin kostet einen Euro. (www.sportgarten.de) Das Fablab bietet jeden Montag um 18 Uhr für bis zu zwölf Interessierte pro Abend den Open-Lab-Day an, an dem auch eigene Ideen besprochen werden können. Eine vorherige Anmeldung ist nötig (info@fablab-bremen.org). Adresse Postamt 5: An der Weide 50a (www.fablab-bremen.org).

Von Martin Kowalewski

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