Infizierte jünger als im Bundesschnitt

Coronavirus-Erkrankungen enden in Bremen weniger häufig tödlich 

Röhrchen und Stäbchen: ein Blick in die Corona-Ambulanz am Klinikum Bremen-Ost.
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Röhrchen und Stäbchen: ein Blick in die Corona-Ambulanz am Klinikum Bremen-Ost.
  • Jörg Esser
    vonJörg Esser
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Bremen – Selten ist es positiv, wenn Bremen unter dem Bundesdurchschnitt liegt, in diesem Fall allerdings doch: Der Krankheitsverlauf von positiv auf das Coronavirus getesteten Bremern endet weniger häufig tödlich als in anderen Bundesländern. 

Am 29. Februar wurde in Bremen die erste Corona-Infektion gemeldet. Seither sind fast fünf Monate vergangen – mit insgesamt 1 726  gemeldeten Infektionen bis Dienstagabend im Land Bremen. Jetzt hat das Gesundheitsressort einen ersten statistischen Überblick veröffentlicht.

Ein Ergebnis: Die positiv auf das Virus getesteten Bremer sind jünger als im Bundesdurchschnitt. Vier von zehn Infizierten sind 20 bis 39 Jahre alt, 27 Prozent 40 bis 59 Jahre alt, 20 Prozent 60  Jahre und älter. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt folglich bei 13 Prozent. Das hat statistisch positive Auswirkungen: „Mit 3,2 Prozent liegt das Land Bremen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 4,5 Prozent“, heißt es in der Auswertung. Anders ausgedrückt: In Bremen ist rund jede 30. Infektion tödlich verlaufen, bundesweit jede 22.

Bremer sterben seltener an Corona: Infizierte Reiserückkehrer

In konkreten Zahlen: Bislang sind im Land Bremen 55   Personen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Mehr als 80 Prozent waren 70 Jahre und älter. Von den 49 Todesopfern in der Stadt Bremen hatten 13 keine relevanten Vorerkrankungen, heißt es. Die weiteren Verstorbenen hatten teilweise mehrere Vorerkrankungen, bei 29 lagen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, 25 hatten Bluthochdruck.

Auch zum Infektionsgeschehen macht die Auswertung detaillierte Angaben: Demnach haben sich nach einem langsamen Anstieg zu Beginn im März die Effekte von Reiserückkehrern bemerkbar gemacht. „Größere Anstiege im März sind zum Teil auf größere Reisegruppen zurückzuführen“, heißt es. Danach habe der Anstieg der Neuinfektionen einen linearen Verlauf genommen. „Zwar gab es an einzelnen Tagen auch deutlich erhöhte Fallzahlen, diese standen jedoch häufig in Zusammenhang mit bekannten Ausbruchsgeschehen“, so das Gesundheitsressort.

Bremer sterben seltener an Corona: Weniger Neuinfektionen seit Ende Juni

Im April und Mai erreichten die Neuinfektionen dann ihren Höchststand. Seit Anfang Juni sind sie deutlich rückläufig, seit Ende Juni liegen die wöchentlichen Neuinfektionen im Land Bremen teilweise deutlich unter 20. Zugleich steigt die Zahl der Genesenen. Das heißt: Die Zahl der akut Infizierten, die am 10. Mai mit 451 im Land Bremen ihren bisherigen Höchststand erreicht hatte, ist seither kontinuierlich rückläufig. Aktuell sind 42 Infizierte bekannt.

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