Bremer Sixdays für zwei weitere Jahre in bewährter Konstellation gesichert / Steigerung der Besucherzahl auf 65000

„Das Rennen wirft ordentlichen Gewinn ab“

+
Hallenchef Peter Rengel bestätigte die Ausweitung der „Jedermänner“.

Bremen - Seit gestern ist die 52. Auflage des Bremer Sechstagerennens schon wieder Geschichte. Das ist auch die Zeit für eine Bilanz der Verantwortlichen. Und die fiel gestern rundherum positiv aus. Hans Peter Schneider, einer von zwei Geschäftsführern des Veranstalters Event & Sport Nord GmbH, ist sich sicher, „dass wir unsere Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert haben“. Damals strömten 63500 Besucher in die Hallen – ein Jahr später dürften es 65000 sein.

Was auch nicht ganz unwichtig ist: Beim Veranstalterwechsel vor fünf Jahren von Frank Minder auf die Sport & Event Nord wies die Bilanz in den beiden ersten Jahren nur eine schwarze Null auf. Mittlerweile haben sich die Investitionen amortisiert. Schneider nennt zwar keine genauen Zahlen, sagt aber, „dass das Rennen mittlerweile einen ordentlichen Gewinn abwirft“. Schneider fügt noch schmunzelnd hinzu: „Schreiben Sie das aber nicht, sonst denken unsere Sponsoren, dass wir es nicht mehr nötig hätten. Subventionen von der Stadt werden wir jedenfalls nicht benötigen. Und das ist auch gut so.“

Die Steigerung der Erlöse ist an vielen Punkten festzumachen. Beispiel eins: Am Samstag wurden mehr als 1000 Karten mehr gekauft als im Vorjahr. Bei einem Einzelpreis von mehr als 20 Euro kommt da schon etwas zusammen. Beispiel zwei: Die neu geschaffenen Sixdays-T-Shirts gingen zum Preis von 40 Euro mehr als 100 Mal über den Tresen. Kleinvieh macht auch Mist.

Schneider wollte es gestern zwar nicht definitiv sagen, aber alle Anzeichen sprechen dafür, dass die Rennen 2017 und 2018 mit dieser Veranstaltungs-Crew gesichert sind.

So sieht das auch der zweite Geschäftsführer Theo Bührmann: „Wir sind in guten Gesprächen. Gehen Sie einmal davon aus, dass die kommenden beiden Jahre gesichert sind. Mir hat besonders gefallen, dass die Ränge in der ÖVB-Arena besser gefüllt waren als im vergangenen Jahr. Unser Ziel, mehr Sportpublikum in die Halle zu holen, ist also aufgegangen. Auch das Versetzen der Showbühne in die Mitte der Halle, war ein voller Erfolg.“

Doch natürlich gibt es noch Steigerungspotenzial. So soll das Programm „Tag der Schulen“ ausgeweitet werden. „Bisher waren wir in Kooperation mit Werder Bremen nur in Bremen aktiv. Das wollen wir auf umliegende Schulen in Niedersachsen ausweiten“, sagt Schneider, „denn das sind unsere zahlenden Kunden von morgen“.

In diese Richtung geht es auch mit dem „Jedermann-Rennen“, das Hallenchef Peter Rengel als Erfolg bewertet: „Fest steht, dass wir das 2017 an fünf Tagen laufen lassen werden. Das wird dann zur Folge haben, dass diese Teilnehmer weitere Besucher aus ihrem direkten Umfeld für unser Rennen generieren werden. Und darum geht es uns doch: Mehr sportbegeisterte Leute in die Halle zu holen.“ Rengel und auch der sportliche Leiter Erik Weispfennig sagen aber auch unisono: „Wir haben in den sechs Tagen noch nie so feuchte Hände gehabt wie beim Jedermann-Rennen. Zum Glück ist alles glatt gelaufen.“

töb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Worauf freut ihr euch am meisten auf dem Freimarkt?

Worauf freut ihr euch am meisten auf dem Freimarkt?

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

Meistgelesene Artikel

Träume werden wahr – Weserhäuser in der Überseestadt

Träume werden wahr – Weserhäuser in der Überseestadt

Schwarzfahrer festgenommen: Fahrten im Wert von mehr als 5.000 Euro erschlichen

Schwarzfahrer festgenommen: Fahrten im Wert von mehr als 5.000 Euro erschlichen

250 Kilo schwere Weltkriegsbombe in Hastedt entschärft

250 Kilo schwere Weltkriegsbombe in Hastedt entschärft

„Mein Kunst-Stück“ mit Anette Venzlaff: Ein Herz für Verlierer

„Mein Kunst-Stück“ mit Anette Venzlaff: Ein Herz für Verlierer

Kommentare