54. Bremer Sixdays

Umwälzungen im Umfeld eine Chance

Vor sechs Jahren kamen die Kritiker nach der Trennung von Veranstalter Frank Minder aus der Deckung und meinten, dass die letzte Stunde der Bremer Sixdays nun geschlagen habe.

Sie alle haben sich geirrt. Zwar werden jetzt keine Fabel-Besucherzahlen von 120.000 und darüber hinaus kommuniziert, dafür sind die angegebenen 60.000 aber real – und reichen auch, um eine gesunde Veranstaltung zu gewährleisten.

Das Fahrerfeld erfüllte die Erwartungen. Ein amtierender Weltmeister wie Leigh Howard kam nicht nur nach Bremen, um seinen Titel zu vermarkten, sondern brachte auch Leistung. Was bei Fahrern mit dem Regenbogentrikot in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Dass sich Spitzenmann Leif Lampater einen Virus eingefangen hatte und später auch noch stürzte, ist einfach nur Pech.

Andreas Adolph tritt in große Fußstapfen

Und dennoch: In diesem Jahr gab es gravierende Umwälzungen, die erst einmal verarbeitet werden müssen. Hallenchef Peter Rengel steht demnächst nicht mehr zur Verfügung, weil er in anderer Funktion zum Fußball-Bundesligisten Werder Bremen wechseln wird. Das ist ein Schlag ins Kontor, denn Rengel ist mit seiner Akribie und seinem Herzen für den Radrennsport nicht eins zu eins zu ersetzen. Nachfolger Andreas Adolph tritt in große Fußstapfen und muss sein eigenes Profil schärfen. Zudem müssen drei neue Sixdays-Gesellschafter integriert werden.

Das sollte gelingen, denn Reiner Schnorfeil (Marketing und Sponsoring), Jens Wiegandt (Licht und Akustik) sowie der Caterer „Geschmackslabor“ kennen sich mit der Materie aus. Die Zutaten sind also bereitet, damit möglichen Kritikern erneut frühzeitig die Luft ausgeht.

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