Bremer Satelliten haben Kourou erreicht

„Alba“ und „Oriana“ wohlauf

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Der „Galileo“-FOC-Satellit „Oriana“ aus Bremen wird am Startgelände in Kourou getestet.

Bremen - „Alba“ und „Oriana“ haben den Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guyana) wohlbehalten erreicht. Der Start dieser beiden Navigationssatelliten ist für 10. September geplant. Das berichtete gestern das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB System AG. OHB hat die Satelliten Nummer fünf und sechs für das Europäische Navigationssystem „Galileo“ entwickelt und gebaut.

OHB System ist industrieller Hauptauftragnehmer der Europäischen Raumfahrtagentur ESA für alle der insgesamt 22 „Galileo“- FOC-Satelliten. Die beiden Neuankömmlinge haben vor ihrer Abreise eine ganze Reihe von Tests durchlaufen, zunächst in der firmeneigenen Reinraumhalle in Bremen und zuletzt im Testzentrum der ESA im niederländischen Noordwijk. „Wir haben nachgewiesen, dass unsere beiden Satelliten die zu erwartenden Belastungen beim Start und während des Transfers in den Zielorbit gut überstehen und auch dauerhaft mit den harschen Bedingungen des Weltraums zurechtkommen können“, sagte der OHB-Direktor für Navigation, Dr. Wolfgang Paetsch.

Am Startgelände hätten die beiden Satelliten gerade den mechanischen Fit-Check erfolgreich absolviert. Hierbei wurde jeder Satellit probeweise auf seine spätere Schnittstelle zwischen Satellit und Rakete montiert, wie es heißt. In den kommenden Wochen stehen weitere Funktionstests an. „Ganz zum Schluss wird betankt“, so Paetsch.

„Vier Satelliten aus dem Hause OHB sind bereits im All und haben ihre Funktionalitäten und volle Leistungsfähigkeit demonstriert“, sagte Dr. Ingo Engeln, Vorstand der OHB System AG. „Was die restlichen Satelliten anbelangt, liegen wir insgesamt gut im Zeitplan. In Bremen arbeiten wir bei der Fertigung der modular aufgebauten Satelliten parallel an bis zu sieben Produktionsinseln. In drei Monaten können wir auf diese Weise zwei Satelliten fertigstellen.“

Jeder „Galileo“-Satellit ist nach einem der Kinder benannt, die 2011 beim Malwettbewerb der Europäischen Kommission gewonnen haben. An den Fertigungsinseln in der großen OHB-Reinraumhalle in Bremen prangt eine Plakette mit dem jeweiligen Namen des Satelliten, der hier gerade in Arbeit ist.

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB ist eines der drei führenden in Europa. Der Systemanbieter gehört zum börsennotierten Hochtechnologiekonzern OHB SE, in dem nach eigenen Angaben mehr als 2 000 Fachkräfte an den zentralen europäischen Raumfahrtprogrammen arbeiten.

gn

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