„Wir erfinden uns neu“

Bremer Sambakarneval 2021: Poesie statt Umzug

So soll das Lichtertreiben des 36. Sambakarnevals in der Bremer City im Februar 2021 aussehen.
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So soll das Lichtertreiben des 36. Sambakarnevals in der Bremer City im Februar 2021 aussehen.

Bremen – Kein Karneval am 11. 11. – so sieht‘s leider aus in diesem Jahr, Corona lässt die Jecken auch in Bremen traurig dreinschauen. Und der Sambakarneval? Das Team um Janine Jaeggi und Martin Sasse arbeitet gegenwärtig an Konzepten und Vorbereitungen für Februar 2021. Motto: „Wir geben überhaupt nicht auf, wir legen gerade so richtig los.“ Und das leise und poetisch.

Jaeggi: „Wir lassen alles weg, was nicht funktioniert. Der Bremer Karneval stülpt sich um und erfindet sich für 2021 sozusagen neu.“ Also: kein Straßenkarneval, kein Umzug, keine Eröffnungsinszenierung auf dem Marktplatz.

Aber: „Unter dem Motto ,Licht und Schatten‘ verzaubern wir an zwei Abenden – am 5. und 6. Februar 2021 – die historischen Plätze rund um das Bremer Rathaus mit poetischen Bildern, Klängen und Lichtern. Magische Masken- und Stelzenfiguren bevölkern die illuminierte Altstadt.“ Und, ganz wichtig: „Mit Abstand und Respekt führen die Wesen das Publikum in ständiger Bewegung durch das inszenierte Gebiet.“ Es gelte, „einen Lichtblick in diese dunkle Zeit“ zu setzen.

Bremer Kunsthalle diskutiert über Corona

Apropos Pandemie. Die meisten Kultureinrichtungen müssen gegenwärtig schließen, was durchaus für Diskussionen sorgt. „Es besteht generell Verständnis dafür, dass aufgrund der hohen Infektionszahlen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung unvermeidlich sind. Dennoch ist die Entscheidung für Museen schwer nachvollziehbar, da sie aufgrund der Weitläufigkeit als sichere Orte wahrgenommen werden, sie langjährige Erfahrung in der Besucherführung besitzen, neue Hygienekonzepte entwickelt haben“, so Kunsthallen-Sprecherin Jasmin Mickein.

Was tun? Nun, den Konflikt kreativ angehen. So jedenfalls macht es die Kunsthalle. Unter dem Titel „Was macht Corona mit… ?“ werden die Auswirkungen der Pandemie auf einzelne Branchen beleuchtet – in Form einer Insta-Live-Gesprächsreihe mit Bremer Prominenten. Ab 10. November jeweils dienstags um 19 Uhr auf dem Instagram-Kanal der Kunsthalle. Mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), Werder-Legende und -Aufsichtsratschef Marco Bode, der Bremer „Tatort“-Darstellerin Luise Wolfram, Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen und Kunsthallendirektor Prof. Christoph Grunenberg (zum Finale am 8. Dezember).

Die Gespräche dauern 30 Minuten und werden unter www.instagram.com/Kunsthalle.Bremen übertragen, so Mickein. Danach sind sie auf dem Insta-Kanal des Hauses zu finden. Zum Auftakt spricht Mickein am Dienstag, 10. November, mit Bürgermeister (und Kultursenator) Bovenschulte.

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