Islamistische Gefahr

Bremer reagieren gelassen auf Terror-Warnung

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Polizisten patrouillieren am Samstag in der Innenstadt von Bremen

Bremen - Von Sönke Möhl. Die Warnung vor einer islamistischen Gefahr könnte Angst machen und Menschen verschrecken. Nicht so in Bremen. Die Norddeutschen reagieren eher gelassen. Fußgängerzone und Markt sind voller Passanten. Sie haben ein ungutes Gefühl, vertrauen aber der Polizei.

Polizisten mit Schutzwesten und Maschinenpistolen patrouillieren über den belebten Bremer Marktplatz. Kleinbusse der Polizei stehen vor Rathaus und Parlament. Immer wieder fragen Passanten die Uniformierten, was los sei. Die Antwort ist geeignet, Angst zu verbreiten, doch die meisten Menschen in der Hansestadt bleiben gelassen. „Ich wollte erst gar nicht kommen“, sagt eine ältere Dame. Von der Warnung vor einer möglichen islamistischen Bedrohung hatte sie am Morgen gehört. Angst mache ihr der zunehmende Terrorismus in Europa schon. Aber: „Ich dränge das weg.“

Sie frage sich, was für Typen das seien, die zur Gewalt greifen. „Die haben vor nichts mehr Achtung“, sagt die Dame und macht sich auf dem Weg in die Fußgängerzone, um ihre Einkäufe zu erledigen. Ihren Namen möchte sie lieber nicht nennen.

In der Bremer Innenstadt sind die Hinweise, dass an diesem sonnigen letzten Februartag etwas anders als sonst ist, kaum zu sehen. Die Dinge gehen wie immer. Vor einem Hotel versuchen zwei Kellner ein langes dünnes Stahlkabel zu entwirren, mit dem Stühle und Tische auf der Terrasse zusammengebunden waren. An der Weserpromenade Schlachte stellen die Biergartenbesitzer Tische und Bänke ins Freie, weil dort am Sonntag die Freiluftsaison beginnt. In den Cafés genießen Frauen und Männer, Touristen und Einheimische, ihren Cappuccino in der bereits wärmenden Sonne.

Terror-Warnung in Bremen

Terrorwarnung in Bremen. © dpa
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Terrorwarnung in Bremen. © dpa
Terrorwarnung in Bremen. © dpa

In der Fußgängerzone ermahnt Josef Stratmann ein Kind, vom Fahrrad abzusteigen. Er ist aus dem Landkreis Cloppenburg nach Bremen gekommen, um eine Hose zu kaufen. Ihn erschreckt die Warnung der Polizei nicht. „Wenn es passiert, dann passiert es.“ Vertrauen in die Polizei und die Sicherheitsbehörden habe er. „Die machen, was sie können.“ Kritisch sieht er dagegen den Umgang mit Islamisten in Deutschland. Der sei viel zu liberal.

Auf die Fähigkeiten der Polizei setzt auch ein Mann aus Bonn, der mit seiner Frau zu Besuch in der Stadt ist. Vor der Kulisse des Doms und des Welterbes Rathaus und Roland läuft er an schwer bewaffneten Beamten vorbei. „Ich glaube, dass sie uns schützen können.“ Allerdings sei er besorgt über die Steigerung der Entwicklung in jüngster Zeit. Mitte Februar war der Karnevalsumzug in Braunschweig nach einer Terrorwarnung abgesagt worden, wenige Wochen davor in Dresden eine montägliche Pegida-Kundgebung und alle Gegenaktionen.

Auf dem Wochenmarkt zwischen Gemüsestand und Imbiss steht ein Mann mit Plastiktüten in beiden Händen. Die Präsenz der Polizeibeamten mache ihn zufrieden. „Ich hoffe, dass sie Gewalt verhindern können.“ dpa

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