Nach einem Jahr Probelauf

Bremer Polizei: Bodycam-Einsatz hilft bei Deeskalation

Bremen - Nach einem Jahr Probelauf hat die Bremer Polizei eine grundsätzlich positive Bilanz über den Einsatz von sechs Bodycams gezogen.

Ihr Fazit: Die Mini-Schulterkameras tragen dazu bei, Gewalt und Gewalteskalationen zu verhindern und Polizeibeamte in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu unterstützen, wie es im Evaluierungsbericht heißt, der am Donnerstag in der Innendeputation auf der Tagesordnung stand.

Allerdings nimmt die positive Wirkung der Bodycams in dem Maße ab, wie die Polizei mit Personen zu tun hat, die stark alkoholisiert sind oder unter Drogeneinfluss stehen. In diesen Situationen zeige sich "kein präventiver oder deeskalierender Effekt". Die Bodycams wurden seit November 2016 an der Bremer Discomeile und im Bereich Sielwall im Szenestadtteil "Viertel" getestet.

Seitdem wurden sie laut Polizei bewusst in 78 Einsätzen bei 166 Situationen eingesetzt - im Durchschnitt 14 Mal im Monat. Bei rund einem Viertel habe schon die Ankündigung zum Einschalten der Kamera gereicht, um eine positive Verhaltensänderung beim polizeilichen Gegenüber zu bewirken. Bei 40 Prozent der Einsatzsituationen gab es dagegen keine wahrnehmbare positive Verhaltensänderung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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