Europäische Investorengruppe kauft Zero

Bremer Modekette gerettet

Das Bremer Damenmodeunternehmen Zero scheint gerettet zu sein. Eine europäische Investorengruppe um den Schweizer Modemanager Jean Joseph Jacober hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Zero-Gruppe unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. - Foto: Sussek

Bremen - Etwa drei Monate nach dem Antrag auf Insolvenz ist für das Bremer Traditionsmodeunternehmen Zero ein Käufer gefunden. Eine europäische Investorengruppe um den Schweizer Modemanager Jean Joseph Jacober werde das Unternehmen übernehmen, teilten die Insolvenzverwalter Malte Köster von der Kanzlei „Willmerköster“ und Tim Beyer von „Schultze & Braun“ gestern mit.

Es sei eine entsprechende Vereinbarung zum Erwerb des Geschäfts in Deutschland unterzeichnet worden, hieß es weiter. Die Übernahme des Unternehmens soll im Laufe des vierten Quartals abgeschlossen sein. Zuvor müssen noch die zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilen. Die vorläufigen Gläubigerausschüsse haben bereits grünes Licht für die Transaktion gegeben, sagten die Insovenzverwalter.

Zu den Investoren, die hinter Jacober stehen, gehören vermögende Familien aus dem europäischen Raum, die schwerpunktmäßig im Segment Mode und Textilhandel investieren. Sie wollen das laufende Geschäft fortführen, den Großteil der 1 000 Mitarbeiter übernehmen und den Hauptsitz in Bremen belassen, heißt es.

„Die Zeit der Unsicherheit bei Zero ist jetzt vorbei, und es bestehen klare Perspektiven“, sagte Beyer. „Das ist eine gute Nachricht für die Mitarbeiter.“ Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Zero-Firmengruppe hatte im April Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die deutschen Gesellschaften gestellt. Auch für Tochtergesellschaften in Österreich und der Schweiz wurden später entsprechende Anträge gestellt. Die finanzielle Schieflage des Damen-Mode-Unternehmens wurde vor allem mit dem starken Wettbewerbsdruck und Umsatzrückgängen speziell im mittleren Marktsegment begründet. Zuletzt lag der Umsatz bei rund 100 Millionen Euro.

Köster sprach mit Blick auf die Investorengespräche von „intensiven, aber jederzeit konstruktiven und fairen“ Verhandlungen. „Das zeigt: Zero kommt in gute Hände“, sagte er. Die Zero-Gruppe werde auch künftig einer der größten Arbeitgeber der Region bleiben. Für die Investoren markiere die Übernahme den ersten Schritt einer langfristig angelegten Akquisitionsstrategie. Weitere Zukäufe im europäischen Raum sollen folgen.

Zero wurde 1967 gegründet. Das Unternehmen entwirft, produziert und verkauft Damenmode in eigenen Stores und in Shop-in-Shop-Kooperationen. - dpa/je

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