Der Bremer Mercedes-Chef Peter Theurer über Ziele, Trends und Zahlen

Geheimnis um neues Modell

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„Die Mitarbeiter machen den Unterschied“: Peter Theurer (47) leitet seit Oktober 2015 die Geschicke des Mercedes--Benz-Werks in Sebaldsbrück.

Bremen - Von Steffen Koller. 2015 war ein „besonderes Jahr“ – nicht nur für das Mercedes-Benz-Werk in Sebaldsbrück, das mit mehr als 324 000 produzierten Autos das Stammwerk in Sindelfingen ablöste. Auch für Peter Theurer waren die vergangenen Monate aufregend. Seit Oktober ist er neuer Standortleiter des Werks. Im Gespräch äußert sich Theurer zu Zielen, Trends, Herausforderungen und was er an Werder Bremen bewundert.

Mehr als 12 700 Mitarbeiter beschäftigt das Mercedes-Werk in Sebaldsbrück und ist somit größter privater Arbeitgeber der Region. Theurer weiß das, Stolz schwingt mit, als er davon berichtet, dass das Werk „Fabrik des Jahres 2015“ (Kategorie Großserie) geworden ist. „Wir wollten auch nichts anderes werden“, sagt er und beginnt über die Ziele für dieses Jahr zu sprechen.

Gleich vorweg: Konkrete Produktionszahlen könne er nicht nennen, man stelle sich auf Zahlen zwischen 300 000 und 400 000 Fahrzeuge ein. Zahlen seien auch nicht die primäre Kenngröße, betont Theurer. Viel wichtiger sei die positive Entwicklung in anderen Bereichen. Dazu zählen für die kommenden Jahre unter anderem die „digitale Transformation“, der Ausbau des Standorts als Mietwerk und die damit verbundene Erweiterung von Produktionsnetzwerken sowie die Datenanalyse in Echtzeit. Dadurch solle auch in Zukunft die Qualität der Fahrzeuge gesichert werden. Qualität spielt für den gebürtigen Schwaben, der seit zwölf Jahren in verschiedenen Funktionen am Bremer Werk tätig ist, eine große Rolle. Auch deshalb sollen in den nächsten Jahren weitere 750 000 Millionen Euro in den Standort investiert werden.

Theurer spricht viel von technischen Komponenten im Werk, von Kernkompetenzen wie Flexibilität und besserer Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Doch dann wechselt er das Thema, kommt auf die Mitarbeiter zu sprechen. „Jeder hier ist wichtig“, meint er, jeder habe seine Aufgabe. Auch in Zukunft sollen die Mitarbeiter, die den Unterschied ausmachen würden, nicht länger als 35 Stunden pro Woche arbeiten. Die Einstellungen von etwa 140 Auszubildenden jährlich möchte Theurer ebenso beibehalten. Angestrebt sei eine „stabile Beschäftigung bis zum Jahr 2019.“ Weg vom Menschen, hin zum Auto: Zur Zeit laufen acht verschiedene Modelle aus dem Werk, in diesem Jahr sollen zwei weitere hinzukommen – das C-Klasse Cabriolet und ein weiteres Modell, das aber vorerst geheim bleibe. Bis 2017 sollen insgesamt zehn Plug-in-Hybridmodelle auf den Markt kommen, die zusammen mit den SUVs den Trend sehr gut widerspiegelten, verrät Theurer, der auch selbst einen Favoriten hat. „Ich fahre eine C-Klasse, Kombi, AMG.“ Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: „Eine echte Spaßmaschine.“ Und privat? Theurer ist Vater von zwei Kindern, verheiratet und trotz seiner schwäbischen Wurzeln kein Fan des VfB Stuttgart, sondern Anhänger von Bayern München. Er spielt selbst gern Fußball, fährt Motorrad und bewundert Werder Bremen, weil „trotz begrenzter Mittel so professioneller Fußball gespielt wird“. Seiner neuen Funktion will er sich mit voller Professionalität widmen. „Ich stehe dieser Aufgabe mit großem Respekt gegenüber.“

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