In vier Jahrzehnten wurde das Landesjugendorchester zum Aushängeschild

Mit jedem Jahr verjüngt

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Orchesterleiter Stefan Geiger (v.l.), Geschäftsführerin Katharina-Nora Tiedke sowie die Musiker Benedict Broy (Geige) und Jakob Nierenz (Cello) freuen sich auf das Geburtstagsprogramm.

BREMEN - Von Ilka Langkowski. Das Bremer Landesjugendorchester (LJO) ist eines der ältesten Deutschlands und scheut keine schweren Aufgaben. Zum 40-jährigen Bestehen spielen die jungen Musiker in diesem Jahr ein besonderes Programm.

„Spaß ist für die Freizeittätigkeit der jungen Musiker nicht der passende Ausdruck“, sagte Orchesterleiter Professor Stefan Geiger gestern vor der Presse, „sie müssen so viel üben, das ist harte Arbeit.“ Dafür wird das Bremer LJO offenbar von umso mehr Leidenschaft getrieben. Denn es besteht seit 40 Jahren und wagt sich an immer neue Projekte. Das Wesen eines Jugendorchesters sei es, sich stets zu verjüngen, die Kontinuität liege in der Idee, erklärte der Künstlerische Leiter. Für Orchestervorstand Bendict Broy ist es immer etwas „wie nach Hause kommen“, wenn er von seinem Studienort in Großbritannien nach Bremen reist, um mit dem Orchester zu üben.

Als Streichorchester wurde es 1971 von Henry Köster am Hermann-Böse-Gymnasium gegründet und erweiterte sich 1999 endgültig zu einem Symphonieorchester. Statt der 20 bis 30 Musiker aus den ersten Jahren waren es Mitte der 90er Jahre schon bis zu 60 Musiker, die die ersten Symphonien spielten. Als echtes symphonisches Orchester spielten beispielsweise über 90 junge Menschen für „Der Ring“. Noch 1996 wurde über die Einführung eines Probespiels für die Nachwuchsmusiker kontrovers diskutiert. Heute seien es, so Posaunist Geiger, ein bis zwei Probespiele jährlich mit mehr Bewerbern, als das LJO überhaupt aufnehmen könne.

Den Auftakt des Geburtstagsprogramms bilden vier Konzerte der „Bad Boys of Rhythm“ in Hambergen, Stuhr-Varrel, Bremen und Leer Ende April. Als Solist ist Stefan Rapp, der Solopauker der Kammerphilharmonie Bremen, dabei. Tom Saywers Ouvertüre von George Antheil, Joseph Schwantners „Percussion Concertio“ und Igor Strawinskys „Le sacre du Printemps“ stehen auf dem anspruchsvollen Programm. Im Sommer folgt ein musikalischer Jugendaustausch mit der Musikschule von Póvoa de Varzim in Portugal. Zwei der Abschlusskonzerte sind am 6. August in Bremen und am 7. August in Leer.

Eine besondere Kooperation besteht zwischen dem Jugendorchester und dem Kino 46. Stummfilmvorführungen der Cineasten werden live von den Musikern begleitet. Der Klassiker „Metropolis“ wird am 27. und 28. Oktober von etwa 65 jungen Musikern mit Orchestermusik im BLG-Forum in der Überseestadt untermalt. Der 1926 gedrehte Fim von Fritz Lang ist als Unesco-Weltkulturerbe anerkannt. Fehlende Segmente des Films wurden vor wenigen Jahren in Buenos Aires (Argentinien) entdeckt.

Bremer Schulen können zum Thema „Stadt der Zukunft“ einen Filmtrailer produzieren. Das Projekt wurde im Wettbewerb „Bremen macht Helden 2011“ der Sparkasse nominiert. LJO-Geschäftsführerin Katharina-Nora Tiedkte bedankte sich bei ihren Förderern und betonte, dass man immer noch daran arbeite, demnächst auch durch öffentliche Gelder unterstützt zu werden. Infos zu allen Konzerten finden sich auf der Internetseite des LJO. www.ljo-bremen.de

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