Kommentar zur Bremer Landesbank

Zuviel verloren: Linnert muss gehen

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Ein Kommentar von Thomas Kuzaj - Bremen wird sich keinem Diktat beugen, Mütter haben Töchter mit Kapital auszustatten, eine Sperrminorität für Bremen muss auf jeden Fall bleiben – wer hat Anfang Juni, vor drei Monaten, so über die Verhandlungen um die Bremer Landesbank (BLB) geredet? Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne), Finanzsenatorin und Aufsichtsratsvorsitzende. Worte ohne Wert, Linnert hat sich nun doch beugen müssen. Und wie!

Kommentator Thomas Kuzaj

Im August 2012, vor vier Jahren also, stockte Bremen seinen 7,5-prozentigen BLB-Anteil durch die Umwandlung seiner stillen Einlagen in Höhe von 480 Millionen Euro auf 41,2 Prozent auf. Einen großen Teil dieses Geldes hat das Haushaltsnotlageland nun verloren, denn für seine Anteile an der BLB bekommt es nur 180 Millionen Euro von der NordLB. Zugegeben: Bremen saß nicht in der stärksten Verhandlungsposition. Die hat man nie, wenn man in Not ist. Aber das Ergebnis fällt dennoch sehr, sehr dürftig aus. Zu dürftig für ein Bundesland mit existenzbedrohenden finanziellen Problemen.

Schiffsfinanzierungen waren es, die die Bremer Landesbank so sehr in Schieflage gebracht haben. Die Entscheidung, sich in diesem Geschäftsbereich besonders stark zu engagieren, war vor Linnerts Zeit gefallen. Und dass eine Schiffskrise gekommen ist, deren Ausmaß, Wucht und Dauer niemand so erwartet hat – auch dafür kann die Finanzsenatorin nichts.

Das kümmerliche Verhandlungsergebnis aber ist ihr durchaus anzulasten. Zu dem finanziellen Verlust kommt ein enormer Reputationsverlust. So schlechte Geschäfte kann ein armes Land wie Bremen sich (im doppelten Sinne) nicht erlauben.

Nimmt man die Finanzsenatorin zudem noch beim Wort und misst sie an ihren eigenen Aussagen von vor drei Monaten, dann kann es nur einen Schluss geben: Karoline Linnert muss zurücktreten.

Hier geht's zum Text über die Bremer Landesbank

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