Digitalangebot für Kunstliebhaber

Bremer Kunsthalle bietet Online-Gespräche an

„Kunstgespräch online“ – so heißt ein neues Digitalangebot der Bremer Kunsthalle.
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„Kunstgespräch online“ – so heißt ein neues Digitalangebot der Bremer Kunsthalle.

Bremen – Führung im Museum, gemeinsame Bildbetrachtungen mit kundig kunsthistorischer Begleitung? Derzeit unmöglich, Corona lässt das nicht zu. Der Ausweg? Klar: der Versuch, die Sache ins Digitale zu verlagern. Aktuelles Beispiel ist die Reihe „Kunstgespräch online“, mit der die Bremer Kunsthalle Kunstliebhabern eine Möglichkeit geben will, „die Meisterwerke der Sammlung und aktuelle Ausstellungen“ kennenzulernen, wie eine Sprecherin formuliert.

Stabile Internetverbindung vorausgesetzt, erfahren die Teilnehmer im Austausch mit den Referenten der Kunsthalle Details, Zusammenhänge und Hintergründe zu einzelnen Kunstwerken und Epochen und dem Leben von Künstlern, heißt es. „Dabei sind sie eingeladen, sich mittels Mikrofon und Kamera oder per Chatfunktion am Gespräch zu beteiligen.“ So kann man zwar nicht das Original sehen, doch immerhin darüber reden.

Das „Kunstgespräch online“ wird als „Zoom“-Meeting organisiert. Nach der Buchung bekommen die Teilnehmer einen Einladungslink und ein Passwort per E-Mail, mit dem sie am gebuchten Termin Zutritt zum virtuellen Veranstaltungsraum haben. Laut Kunsthallen-Website wird für das Ticket eine Gebühr von sechs Euro erhoben. Am Freitag, 12. Februar, geht es in der Zeit von 15 bis 15.50 Uhr um Max Beckmann, die Referentin ist Gesine Harms. Thema am Freitag, 19. Februar, 15 Uhr: „Die Sammlung neu sehen – von Meisterwerk zu Meisterwerk“ (mit Annette Schneider).

Bovenschulte dichtet für Kinder

Online-Kommunikation – auch für Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) dieser Tage eine zentrale Tätigkeit. Nicht immer aber sieht er dabei Menschen wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Bildschirm, manchmal sitzen da auch Kinder. So wie dieser Tage, als sich Bovenschulte eine halbe Stunde lang per Video mit sieben Kindern aus der katholischen Kindertagesstätte St. Johann im Schnoor unterhielt.

Dabei ging‘s um Corona, aber auch um Dinos, um das Rodeln am Osterdeich, um die Lieblingsjahreszeiten und nicht zuletzt um die Arbeit des Bürgermeisters: „Manchmal ist es auch anstrengend.“ Und es ging um Bovenschultes Berufswunsch als Kind: Kapitän. So etwas Ähnliches ist er ja geworden, er steuert als Präsident des Senats ein rot-grün-rotes Schiff.

Bovenschulte: „Lasst Euch nicht die Zeit versauern“

Die Kinder der Kitagruppe „Blau“ hatten Bovenschulte zuvor in einem Brief geschrieben, was sie alles vermissen. Und sie hatten ihm Vorschläge gemacht, wie die Pandemie beseitigt werden könnte („Corona weghexen“). Der Brief endete so, wie Katholiken-Sprecher Dr. Christof Haverkamp zitiert: „Wir hoffen, dass Sie sich darum kümmern, dass wir bald all die Sachen, die uns fehlen, wieder machen können. Vielleicht helfen Ihnen ja einige unserer Ideen weiter.“

Bovenschulte lobte die Kreativität der Kinder. Und wurde selbst kreativ – in Reimen. „Corona gehört weggeschlossen, verhext und auf den Mond geschossen“, ist in seinem handgeschriebenen Brief an die Kinder zu lesen. „Leider wird es noch etwas dauern, doch lasst Euch nicht die Zeit versauern.“ Und: „Anders wär‘s doch Scheibenkleister, findet Euer Bürgermeister.“

Das kam sehr gut an im Schnoor. Es wäre schön, wenn der Bürgermeister nach dem Ende von Corona zu Besuch vorbeikäme, hieß es in St. Johann.

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