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Bremer Kinder schreiben einen Kirchenführer

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Von: Thomas Kuzaj

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Über den neuen Kinderkirchenführer freut sich die dritte Klasse der St.-Antonius-Schule in Osterholz mit Schulleiterin Annette Prevot (r.), Religionslehrerin Stefanie Möhlmann und Pfarrer Marc Weber.
Über den neuen Kinderkirchenführer freut sich die dritte Klasse der St.-Antonius-Schule in Osterholz mit Schulleiterin Annette Prevot (r.), Religionslehrerin Stefanie Möhlmann und Pfarrer Marc Weber. © Haverkamp/KGV

Bremen – Wozu dient ein Tabernakel, was macht man am Altar? Lauter Fragen, auf die es jetzt kindgerechte Antworten gibt. In einem Kinderkirchenführer nämlich erklären Drittklässler der katholischen St.-Antonius-Schule in Osterholz, was es genau mit dem Tabernakel, dem Altar, der Orgel und weiteren Gegenständen in der Kirche auf sich hat.

Die „Pinguinklasse“ hat den farbenfrohen Flyer in Ziehharmonika-Form selbst entworfen und konzipiert, berichtet Bremens Katholiken-Sprecher Dr. Christof Haverkamp. Die Idee dazu hatte Schulleiterin Annette Prevot, die auch Religion unterrichtet. Gemeinsam mit der Religionslehrerin Stefanie Möhlmann und eben den Kindern hat sie den Kirchenführer erarbeitet, der nun in einer Auflage von 1.000 Exemplaren gedruckt worden ist.

Seit September hatten die Mädchen und Jungen der Grundschule dazu die benachbarte St.-Antonius-Kirche erkundet – und obendrein verschiedene Experten befragt: Pfarrer Marc Weber von der Kirchengemeinde St. Raphael zum Beispiel, Hausmeister Georg Barthel, Gemeindereferentin Urszula Hecht und Organistin Elisabeth Hunold-Lagies. Die Kinder selbst sind katholisch, evangelisch, koptisch oder ungetauft – und alle mit großem Interesse dabei, wie Schulleiterin Prevot erklärt: „Sie stellen immer noch neue Fragen.“

Diakoniepfarrer wechselt nach Friedehorst

Der Bremer Landesdiakoniepfarrer ist Pastor der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), er wird als theologischer Vorstand in das Diakonische Werk der Hansestadt entsandt. Seit 2013 schon war Manfred Meyer (61) in dieser Position beschäftigt. Nun wechselt er in die Stiftung Friedehorst, teilt Regina Bukowski vom Diakonischen Werk mit. Meyer wird in Zukunft als theologischer Vorstand der diakonischen Stiftung tätig sein. Die BEK und der Verwaltungsrat des Diakonischen Werks Bremen verabschieden Meyer am Freitag, 1. April, mit einem Empfang in der Liebfrauenkirche aus seinem bisherigen Amt. Dazu wird auch der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, erwartet.

Meyer, gebürtiger Ostfriese, ist 2013 nach Bremen gekommen. Zuvor war er Geschäftsführer des Diakonischen Werks Grafschaft Bentheim und Pastor in Emden gewesen. „In der Hansestadt hat er die Transformation des Diakonischen Werks Bremen zu einem modernen Sozialverband intensiv vorangetrieben“, so die Sprecherin. Besondere Herausforderungen seien der zunehmende Kostendruck sowie die schwierige Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften – insbesondere im Pflegebereich – gewesen.

BEK-Präsidentin Edda Bosse würdigt Meyer und dessen soziales Engagement mit diesen Worten: „Die Hilfe für die Ärmsten ist ihm ein Herzensanliegen, sei es in der Hilfe für Osteuropa als auch vor unserer Haustür mit dem Wärmebus für wohnungslose Menschen und deren verlässlicher Versorgung auch in der schwierigen Situation der Corona-Pandemie. Das beeindruckt mich immer wieder.“

Kulturkirche: Rundgang und „Klezmernacht“

„St. Stephani im Wandel der Zeit“, so lautet das Thema einer Führung durch – erraten! – die Kulturkirche St. Stephani im Faulenquartier. Der Rundgang beginnt am Sonnabend, 2. April, um 11 Uhr. Die Leitung hat Pastor i. R. Friedrich Scherrer. Es gilt: Eintritt frei, Spende erwünscht.

Bereits am Freitag, 25. März, beginnt in der Kulturkirche um 20 Uhr die nunmehr schon 22. Ausgabe der „Bremer Klezmernacht“ – nach zwei durch die Corona-Pandemie verursachten Ausfällen ist es bereits der dritte Versuch, nun endlich soll es auch klappen. Es gilt die 3G-Regelung.

Und wie bei der „Klezmernacht“ üblich, hat sich die Bremer Formation „Klezgoyim“ Gäste eingeladen – in diesem Jahr ist es die Band „Cladatje“ aus Ottersberg. Die Musik? Angekündigt werden unter anderem „Tradition und Innovation“, „ekstatischer Tanz und stille Versenkung“ sowie „süße Melancholie und ausgelassene Lebensfreude“. Es geht auf eine musikalische Reise „von Osteuropa bis in den Orient“. Eintrittskarten für die 22. „Bremer Klezmernacht“ kosten 18 Euro, ermäßigt gibt es sie für elf Euro. Zu haben sind sie bei Nordwest-Ticket und an der Abendkasse, so die Organisatoren weiter.

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